Nein zum Krieg im Irak - den Frieden erhalten!
Unter dem Motto "Nein zum Krieg im Irak - den Frieden erhalten!" ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Mitglieder und alle engagierten Bürgerinnen und Bürger auf, sich an Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen gegen einen Krieg im Irak zu beteiligen. Dies gelte besonders für die bundesweite Demonstration am 15. Februar in Berlin.
"Wir wollen keinen Krieg", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Aufruf. ver.di akzeptiere nicht, dass auf die Kriegsvorbereitungen automatisch auch Krieg folgen müsse. Sollte sich herausstellen, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge, sei durch ihre Beseitigung im Rahmen der UN-Resolution eine friedliche Lösung der Krise möglich. Die Gewerkschaft teile die Einschätzung vieler gesellschaftlicher Gruppen, die unter der Überschrift 'Blut für Öl' die ernsthafte Sorge artikulierten, "dass die amerikanischen Interessen an der Kontrolle der Öl-Vorkommen in der Irak-Region das entscheidende Motiv für die Kriegs-vorbereitung der USA bildet".
Gemeinsam mit dem DGB warnt ver.di in dem Aufruf vor den "unkalkulierbaren politischen und ökonomischen Risiken", die eine militärische Intervention im Irak mit sich bringe. Eine Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens sei zu befürchten. Die ohnehin leidgeprüfte irakische Zivilbevölkerung hätte die Hauptlast einer kriegerischen Auseinandersetzung zu tragen. Die Auseinandersetzung mit Massenvernichtungspotentialen, insbesondere in Händen von Diktaturen, sei Sache der Völkergemeinschaft und nicht eines einzelnen Landes, auch nicht einer Supermacht.
Ausdrücklich unterstütze ver.di die Bundesregierung in ihrer Haltung, sich nicht an einem Irak-Krieg zu beteiligen. Diese solle im UN-Sicherheitsrat für eine friedliche Lösung werben und, falls erforderlich, für eine Verlängerung des Mandats der Waffenkontrolleure stimmen.
Den Aufruf finden Sie im Volltext unter
http://www.verdi.de/krieg_und_frieden
28.01.2003
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