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ISSN 1610-0611
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24-stündige Sitzblockade

24-stündige Sitzblockade am 15.3.03 vor der US-Airbase Rhein/Main
Trotz Verbotes hält resist weiter an den Planungen fest.

Verden, die große, mindestens 24-stündige resist-Sitzblockade am
15.3.03 vor der US-Airbase Rhein/Main und die Demonstration zum
Haupttor sind von Poliziei und Ordnungsamt der Stadt Frankfurt
untersagt worden. Die Kampagne resist hält aber weiter an ihren
Planungen fest und will die Aufhebung des Verbotes juristisch
erstreiten. "Unser Grundrecht auf Versammlungsfreiheit lassen wir uns
nicht beschneiden und werden alle juristischen Möglichkeiten
ausschöpfen", so Christoph Bautz, Pressesprecher von resist. "Wir
gehen weiter davon aus, dass die Gerichte zumindest das Verbot der
Demonstration zumindestens zum Haupttor der Aibase aufrechterhalten
werden."

Neben dem Haupttor sollen auch zwei weitere Zufahrten der Airbase
blockiert werden. Schon am 22.2.03 blockierten im Rahmen von resist
3000 Menschen für fünf Stunden die Airbase, ohne dass die Polizei
eingriff. "Es ist unverständlich, warum eine Aktion, die vor drei
Wochen erlaubt wurde, jetzt plötzlich untersagt wird."

Den Auftakt zur Sitzblockade am Haupttor bildet eine Demonstration,
die um 12.00 Uhr mit einer Kundgebung am S-Bhf Frankfurt-Zeppelinheim
beginnt und von dort zur Airbase führt. Nach Abschluss der
Demonstration wird die mindestens 24-stündige Sitzblockade mit
tausenden Menschen beginnen.

Ziel ist es, mit dieser Aktion Zivilen Ungehorsams ein entschiedenes
Zeichen gegen den drohenden Krieg zu setzen. "Resist will zum einen
die britische und US-amerikanische Öffentlichkeit erreichen und die
dortige Friedensbewegung unterstützen. Wenn dort weiter die Stimmung
kippt, ist dies wohl die letzte verbleibende Chance, Blair und Bush
doch noch in letzter Minute von einem Krieg abzuhalten", so Bautz. Zum
zweiten will resist den Druck auf die Bundesregierung erhöhen,
jegliche Beteiligung Deutschlands am Krieg zu unterbinden. "Die
Nutzung von Militärbasen und Überflugsrechte für US-amerikanische und
britische Militärflugzeuge verstößt gegen das Grundgesetz, das die
Vorbereitung eines Angriffskrieges untersagt." Die US-Airbase
Rhein/Main stellt eine zentrale Drehscheibe des US-amerikanischen
Truppenaufmarschs da. "An diesem hochsymbolischen Ort werden wir Sand
im Getriebe sein", so Bautz.




Christoph Bautz, resist-Pressesprecher,
Soeren Janssen / resist-Pressedienst

12.03.03


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