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Airbase-Blockade als Auftakt zu weiteren Aktionen
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Rund 2.000 Menschen beteiligten sich an der achtstündigen resist-Sitzblockade vor der US-Airbase Rhein-Main:
Airbase-Blockade als Auftakt zu weiteren Aktionen
Frankfurt, Die Antikriegs-Kampagne resist zieht eine positive Bilanz der achtstündigen Sitzblockade vor der US-Airbase Rhein/Main und kündigt weitere Aktionen an. Am Samstag hatten insgesamt 2.000 Menschen die drei Tore des militärischen Teils des Frankfurter Flughafens blockiert. "Wir sind sehr beeindruckt von der großen Entschlossenheit der beteiligten Kriegsgegner", so Christoph Bautz, Pressesprecher der Kampagne. "Trotz Strafandrohung durch die Polizei und Ingewahrsamnahme einiger hundert Menschen wurde die Blockade bis in die Abendstunden aufrechterhalten."
Verärgert zeigte sich Bautz über den Versuch der Polizei, aus der Blockade eine strafbare Nötigung zu konstruieren. Der gesamte Bereich sei schon vor Beginn der Aktion weiträumig abgesperrt gewesen. Nötigung läge aber nur dann vor, wenn die Demonstranten einzelne Personen mit Gewalt an der Zufahrt zur Airbase gehindert hätten. "Wir saßen friedlich vor dem Tor und die Polizei regelte den Verkehr - zu Gewalt ist es zu keinem Zeitpunkt gekommen" so Bautz. "Vor Gericht wird der Vorwurf der Nötigung keinen Bestand haben. Was wir getan haben war höchstens eine Ordnungswidrigkeit." Auch die Ingewahrsamnahme von Demonstranten bis tief in die Nacht wird von den Friedens-Aktivisten als unverhältnismäßig kritisiert. Erst gegen Mitternacht wurde von der Polizei ein Haftrichter eingeschaltet, der in allen Fällen ein sofortiges Ende der Ingewahrsamnahme anordnete.
Resist hält Aktionen Zivilen Ungehorsams nicht nur für legitim, sondern in der derzeitigen politischen Situation sogar als geboten. Artikel 26 des Grundgesetzes stelle selbst die Beteiligung an der Vorbereitung eines Angriffskrieges unter Strafe. "Sollte es wegen der Frankfurter Blockadeaktion zu Prozessen wegen Strafanzeigen oder Bußgeldbescheiden kommen, so wird die Frage eines möglichen Verfassungsbruchs durch die Bundesregierung dabei eine wesentliche Rolle spielen", so Bautz. "Überflugrechte müssen US-amerikanischen und britischen Flugzeugen entzogen und die Nutzung von Militärbasen für die Vorbereitungen eines Irak-Kriegs untersagt werden." Ebenfalls wendet sich Bautz gegen die Sicherung von Militäreinrichtungen durch deutsche Soldaten und Polizeieinheiten. "Den kriegskritischen Worten der Bundesregierung müssen auch Taten folgen."
Im Rahmen von resist werden in den nächsten Wochen weitere Aktionen Zivilen Ungehorsams stattfinden. Am kommenden Samstag den 22.3. wird ab 15.00 Uhr die US-Airbase Spangdahlen blockiert. Am zweiten Samstag nach Kriegsbeginn soll eine weitere zeitlich unbefristete Blockade der US-Airbase Rhein/Main folgen.
Christoph Bautz, Pressesprecher Clemens Ronnefeldt, Pressesprecher
Frankfurt, 16.3.03
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