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Demonstration für Irakisch-Kurdistan
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Menschenrechtsaktion vor türkischem Konsulat: „Türkei, Hände weg! Freiheit, Frieden, Demokratie Erhaltet Irakisch-Kurdistan!“
„Türkei, Hände weg! Freiheit, Frieden, Demokratie Erhaltet Irakisch-Kurdistan“ unter diesem Motto protestieren am heutigen Donnerstag die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und das Bündnis der Parteien und Vereine aus Kurdistan und Irak vor dem türkischen Konsulat in Berlin gegen die geplante Stationierung von 60.000 türkischen Soldaten im Nordirak. „Die türkische Armee hat 2,5 Millionen türkische Kurden aus ihren Dörfern vertrieben und 3.428 ihrer Dörfer zerstört“, sagt der GfbV- Generalsekretär Tilman Zülch, „6.500 türkische Kurden sind bis heute politische Gefangene. Der türkische Staat unterdrückt bis heute kurdische Identität, Kultur und Sprache. Jetzt will er das freiheitliche prosperierende Modell Irakisch- Kurdistan zerstören. Die Kurden fürchten die türkische Armee mehr als den unmenschlichen Tyrannen Saddam Hussein.“
Die GfbV verurteile die Absichten des Kurdenverfolgers Türkei, den vier Millionen Kurden und den mit ihnen wohnenden assyrisch- chaldäischen Christen, kurdischen Yeziden und Turkmenen im Nordirak die unter großen Opfern erkämpfte Selbstverwaltung nehmen zu wollen, erklärte Zülch. Nach der Gewaltherrschaft von Saddam Hussein habe diese wirtschaftlich und kulturell aufblühende Region drei Universitäten, ein vorbildliches Schulsystem mit Unterricht auch für die Minderheiten in aramäischer und turkmenischer Sprache geschaffen. All das wolle die Türkei zerstören, die kurdischen Freiheitskämpfer entwaffnen und einen föderalen kurdischen Teilstaat im Nordirak verhindern.
Das Bündnis der Parteien und Vereine aus Kurdistan und Irak bezeichnete den geplanten Einmarsch der türkischen Armee in den Nordirak als ein Wiederaufleben alter Machterweiterungspläne. Die Invasion würde unweigerlich zu harten inneren Auseinandersetzungen führen und darüber hinaus erhebliche regionale Spannungen verursachen. „Ohne eine friedliche und demokratische Lösung im Sinne des Selbstbestimmungsrechts innerhalb eines föderalen Irak bleibt die Sicherheit und die Stabilitiät in dieser Region weiterhin gefährdet“, heißt es in dem Appell des Bündnisses und der GfbV, der einem Vertreter des türkischen Konsulates während der Kundgebung überreicht wird.
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Berlin/Göttingen, den 06.03.2003 ==========================================================
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