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ISSN 1610-0611
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Hilfsorganisationen vor großen Herausforderungen

Irak: Diakonie verstärkt Vorbreitungen für humanitäre Hilfe
"Hilfsorganisationen vor großen Herausforderungen"



Stuttgart, Die Diakonie Katastrophenhilfe verstärkt
angesichts des drohenden Krieges im Irak ihre Vorbereitungen für die
Versorgung der Zivilbevölkerung. "Wir hoffen noch immer, dass ein Krieg in
der ohnehin krisengeschüttelten Region verhindert wird", erklärt die
Leiterin der Katastrophenhilfe, Hannelore Hensle "aber als humanitäre
Hilfsorganisation müssen wir uns auf den Ernstfall einstellen." Für
vorbeugende Hilfsmaßnahmen wurden bislang 392.000 Euro aufgewendet.
Ob Bombardierungen oder Bodenkrieg, die Mehrzahl der Opfer wären
unbeteiligte Zivilisten. "Ihnen wollen wir helfen, nicht erst im Fall eines
Krieges, sondern jetzt", erklärt Hannelore Hensle. Für Hilfen in Jordanien,
Syrien und im Irak wurde in Zusammenarbeit mit dem Kirchenrat Nah-Ost und
dem weltweiten kirchlichen Netzwerk ACT (Action by Churches Together) eine
regionale Koordinierungsstelle in Jordanien eingerichtet. Sie trifft derzeit
Vorkehrungen, unter anderem die Bereitstellung von Trinkwasseranlagen, um
Flüchtlinge im Kriegsfall so schnell wie möglich mit dem Notwendigsten zu
versorgen.
Im Osten und Süd-Osten der Türkei, im Norden des Irak und im Iran arbeitet
die Diakonie Katastrophenhilfe eng mit Caritas international zusammen. Als
erste vorbeugende Maßnahme wurden gemeinsam mit der türkischen
Partnerorganisation und dem Zivilschutz Plakate und Broschüren erstellt, die
der Bevölkerung Verhaltenshinweise für den Krisenfall geben. Im Irak setzt
die Diakonie Katastrophenhilfe in Zusammenarbeit mit der norwegischen
Diakonie sieben Wasserversorgungsanlagen wieder in Stand. Eine Sendung mit
dringend benötigten Medikamenten für krebskranke Kinder nahmen Ärzte und
Patienten des Mutter-Kind Hospitals in Basra vor wenigen Tagen mit großer
Freude und Dankbarkeit in Empfang.
"Die Hilfsorganisationen stehen im Irak vor großen Herausforderungen", so
Hannelore Hensle. Bereits jetzt sind zwei Drittel der Bevölkerung von
Nahrungsmittelhilfe abhängig. Die Versorgung mit Trinkwasser und
Medikamenten reicht in weiten Teilen des Landes nicht aus, um die
Grundbedürfnisse zu decken. Hauptleidtragende sind Kinder und ältere
Menschen, die nur wenig Abwehrkräfte gegen Krankheiten haben. Ein erneuter
Krieg würde ihre Situation dramatisch verschlechtern. Die
Arbeitsmöglichkeiten der Hilfsorganisationen sind zudem sehr eingeschränkt.

Für die Hilfen im Irak, in den angrenzenden Ländern und im Nahen Osten ist
die Diakonie Katastrophenhilfe dringend auf Spenden angewiesen, Kennwort
"Irak".
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Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas International:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online über das Internet http://spende.caritas-international.de




Stuttgart, 27. Februar 2003.


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