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ISSN 1610-0611
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UnterstützerInnen von ROBIN WOOD

Nein zum Krieg gegen Irak!
ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligen sich an Kundgebungen gegen den
Irak-Krieg

ROBIN WOOD fordert die deutsche Bundesregierung auf, einen Krieg gegen den
Irak in keiner Weise zu unterstützen. Ein Krieg wird unermessliches Leid
über die irakische Bevölkerung bringen und ist ein Verbrechen an Mensch und
Umwelt.

Ein Krieg gegen Irak ohne UN-Mandat ist völkerrechtswidrig. "Aus der
Ankündigung des US-Präsidenten Bush, den Irak ,zu einem Zeitpunkt seiner
Wahl' ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates anzugreifen, spricht die
Arroganz der Macht", sagt Jürgen Sattari, ROBIN WOOD-Vorstandssprecher. "Das
Signal ist eindeutig: Die USA fühlen sich nicht an völkerrechtliche
Vereinbarungen gebunden. Es zählt das Recht des Stärkeren. Dies
konterkariert auch alle Bemühungen um eine sozial gerechte, ökologische und
demokratische Gestaltung der Globalisierung."

ROBIN WOOD erwartet, dass sich gerade die mächtigen Länder dieser Erde wie
die USA und die EU-Staaten für eine Stärkung des Völkerrechts einsetzen.
Doch die USA gefährden eine zivile Konfliktbearbeitung und beteiligen sich
nicht an wichtigen internationalen Abkommen. So kündigten oder missachteten
sie wichtige Abrüstungsverträge wie den Vertrag über ein Verbot der
Weltraumrüstung, weigern sich, den Internationalen Strafgerichtshof
anzuerkennen und boykottieren die Klimaschutz-Konvention.

Der Krieg ist auch ein Krieg um Öl. Auch aus friedenspolitischen Erwägungen
muss es deshalb Ziel der Energiepolitik sein, die Energieversorgung zu
dezentralisieren und auf erneuerbare Energien umzusteigen, wie dies die
Umweltbewegung seit langem fordert.

Millionen Menschen im Irak werden nicht nur unter den Bombardements
entsetzlich leiden, sondern auch unter den Folgen verheerender
Umweltzerstörung. Beim Golfkrieg von 1991 standen 650 von 1.330 aktiven
Ölquellen in Flammen. Die Atemluft wurde durch giftige Gasgemische und
verdunstete Ölbestandteile verpestet. Der Rauch verdunkelte zehn Monate lang
die Sonne, so dass die örtliche Durchschnittstemperatur um bis zu 10 Grad
Celsius fiel. Millionen Liter Öl flossen ins Meer, ein Großteil der
Frischwasser-Reserven wurde unbrauchbar.

Hinzu kamen mehrere Hundert Tonnen panzerbrechender, uranhaltiger Munition,
die US-amerikanische Soldaten verschossen hatten. Dadurch wurden Uranstäube
frei, die Wasser, Luft und Böden verseuchten. Durch Aufwirbelung gelangen
immer wieder Partikel in die Luft, welche die Menschen einatmen oder
verschlucken. Abgereichertes Uran ist ein hochgiftiges, radioaktives
Schwermetall, das sich ähnlich wie Plutonium in Knochen und auch Organen
anreichert und Strahlenschäden auslöst. Strahlende Partikel sind auf Jahre
im Körper nachweisbar. So waren Urin-Proben von Menschen auch fünf Jahre
nach dem Krieg radioaktiv belastet. Seit 1991 häufen sich Berichte über
Krebserkrankungen, Leukämien und Missbildungen bei Neugeborenen im Irak.

Aus Protest gegen den Angriff auf den Irak werden sich viele
UnterstützerInnen von ROBIN WOOD aktiv an Kundgebungen und Aktionen
beteiligen.


Hamburg, den 18.03.2003


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