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ISSN 1610-0611
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Arbeit in der Stadt Bunia wieder aufgenommen


Demokratische Republik Kongo:
ÄRZTE OHNE GRENZEN kehrt trotz angespannter Lage nach Bunia zurück
Hilfsorganisation fordert freien Zugang zur Not leidenden Bevölkerung



Nach den schweren Unruhen Anfang Mai hat ÄRZTE OHNE
GRENZEN jetzt die Arbeit in der Stadt Bunia, im Nordosten der Demokratischen
Republik Kongo, wieder aufgenommen. Die Organisation baut ein
Gesundheitszentrum mit chirurgischer Abteilung auf und behandelt Patienten
mit Kriegsverletzungen. ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert die Kriegsparteien auf,
freien Zugang zur Not leidenden Bevölkerung in Bunia (Region Ituri)
sicherzustellen, damit humanitäre Hilfe geleistet werden kann.

Die Lage in Bunia ist weiterhin instabil. Die Zivilbevölkerung kann nur
schwierig und in wenigen Gebieten erreicht werden. So ist derzeit die Arbeit
im Krankenhaus von Bunia beinahe unmöglich, da die Sicherheit von Patienten
sowie nationalen und internationalen Mitarbeitern nicht gewährleistet ist.
ÄRZTE OHNE GRENZEN konnte das Krankenhaus jedoch besuchen und hat fünf
Patienten in eine andere Gesundheitseinrichtung im Zentrum von Bunia
überwiesen. Die meisten Patienten hatten Macheten- und Schusswunden und
mussten dringend operiert werden. ÄRZTE OHNE GRENZEN unterstützt diese
Einrichtung in Bunia und operiert und behandelt dort Kriegsverletzte.

Um mehr Patienten versorgen zu können, hat die Organisation in einem
ehemaligen Supermarkt ein weiteres Gesundheitszentrum mit chirurgischer
Abteilung eröffnet. Außerdem kümmert sich ÄRZTE OHNE GRENZEN um die Wasser-
und Sanitärversorgung in zwei Lagern in Bunia, in denen etwa 10.000
Vertriebene leben. Das Team besteht aus einem Chirurgen, einem Arzt, einer
Anästhesistin, einer Krankenschwester sowie einem Logistiker und einem
Projektleiter.

In N'dalia, einem Gebiet etwa 150 Kilometer südlich von Bunia gelegen, sind
bereits 10.000 Menschen eingetroffen, die vor den massiven Kämpfen in Bunia
geflohen sind. Sie haben einen mehrtägigen Fußmarsch im Regen hinter sich
und besitzen nicht mehr als die Kleidung, die sie tragen. Seit Dezember 2002
leistet ÄRZTE OHNE GRENZEN in dieser Region medizinische Hilfe und hat
Unterkünfte sowie Latrinen errichtet. Außerdem kümmert sich die Organisation
um die medizinische Versorgung Tausender Kongolesen, die in Uganda, in der
Region Ntoroko, Zuflucht gesucht haben.




Petra Meyer
Kattrin Lempp
www.aerzte-ohne-grenzen.de
Berlin, 22. Mai 2003.
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AERZTE OHNE GRENZEN / AM KOELLNISCHEN PARK 1 / D-10179 BERLIN
OFFICE@BERLIN.MSF.ORG / HTTP://WWW.AERZTE-OHNE-GRENZEN.DE
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