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ISSN 1610-0611
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Entführungsfall Arjan Erkel: Seit einem Jahr vermi

ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert aktivere Rolle der russischen Regierung

Ein Jahr nach der Entführung ihres
Mitarbeiters Arjan Erkel hält ÄRZTE OHNE GRENZEN die laufenden Ermittlungen
des Falles für gescheitert. Die Organisation ist entrüstet darüber, dass der
Fall noch immer nicht geklärt ist und fordert die russischen Behörden auf,
eine aktivere Rolle bei der Lösung des Falls zu übernehmen. Der Niederländer
Erkel wurde am 12. August 2002 in Dagestan, einer Republik der Russischen
Föderation, entführt.

"Es ist ein Skandal, dass unser Kollege Arjan Erkel nach einem Jahr noch
immer vermisst wird", sagte Morten Rostrup, internationaler Präsident von
ÄRZTE OHNE GRENZEN. Seiner Ansicht nach ist dies auf die mangelhafte
Untersuchung und das geringe Engagement der russischen Behörden
zurückzuführen. Selbst die Tatsache, dass zwei Geheimdienstagenten die
Entführung beobachtet hatten, hat Rostrup zufolge die russischen Behörden
nicht zur Lösung des Falls motiviert. "Zu unserer großen Überraschung wurde
die Untersuchung im November 2002 eingestellt und erst im Mai 2003 wieder
aufgenommen. Dies wurde uns allerdings nicht mitgeteilt. Im Gegenteil, die
russischen Behörden versicherten uns in der Zeit, sie würden alles in ihrer
Macht Stehende tun, um Arjans Freilassung zu erreichen", sagte Rostrup.

Während des EU-Russland-Gipfels in St. Petersburg im Mai 2003 hatte
Präsident Putin dem niederländischen Premierminister versichert, dass er die
russischen Dienste anweisen werde, den Fall zu lösen. Bis heute jedoch ist
der Fall nicht aufgeklärt. Anlässlich des Jahrestags der Entführung erinnert
ÄRZTE OHNE GRENZEN die russischen Behörden an ihre Verantwortung für den
Fall.

Die Hilfsorganisation ist zudem enttäuscht über die zurückhaltende Position
der niederländischen Regierung gegenüber den russischen Behörden. Darüber
hinaus kritisiert ÄRZTE OHNE GRENZEN die geringe Unterstützung insbesondere
der westlichen Staaten. "Es ist uns unverständlich, warum die Regierungen im
vergangenen Jahr so zurückhaltend waren, die russischen Behörden für ihr
fehlenden Engagement bei der Lösung des Falls verantwortlich zu machen",
betonte Rostrup.

Für ÄRZTE OHNE GRENZEN ist Arjan Erkel ein Symbol für die Gefährdung der
humanitären Hilfe im Nordkaukasus. Die gesamte humanitäre Gemeinschaft sei
zur Geisel von Gewalt und Unsicherheit in der Region geworden. ÄRZTE OHNE
GRENZEN fordert die russischen Behörden auf, ihre Anstrengungen drastisch zu
verstärken, Arjan Erkel sicher zu seiner Familie und seinen Freunden
zurückzubringen.

Moskau/Berlin, 12. August 2003.
http://www.aerzte-ohne-grenzen.de

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