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ISSN 1610-0611
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"G8 illegitim":

Massenhafter Protest gegen Gipfeltreffen in Evian


Das globalisierungskritische Netzwerk Attac sieht in der
Massendemonstration gegen den G8-Gipfel im französischen Evian
ein eindrucksvolles Zeichen. "Es ist deutlich geworden, dass die
Staatschefs mit ihrer Politik isoliert sind", sagte
Attac-Pressesprecher Malte Kreutzfeldt nach den heutigen
Demonstrationen und Blockaden. "Zudem hat der Gegengipfel der
sozialen Bewegungen deutlich gemacht, dass Alternativen zur
neoliberalen Globalisierung möglich und nötig sind."

Attac-Aktive haben in den vergangenen Tagen ihren Protest auf
vielfältige, friedliche Weise deutlich gemacht. Am heutigen
Sonntag beteiligten sich viele von ihnen an der großen Blockade
der Schnellstraße von Genf nach Evian, auf der viele
MitarbeiterInnen des Gipfeltreffens anreisen sollten. Von fünf
Uhr morgens an blieb die Straße neun Stunden lang blockiert,
obwohl die Polizei massiv mit Tränengas und Wasserwerfern gegen
die 2000 Blockierer vorging.

Zugleich beteiligten sich Attac-Mitglieder aus vielen Ländern an
den großen Demonstrationen in Annemasse und Genf. Obwohl die
französischen AktivistInnen durch die Renten-Streiks stark
eingebunden sind und viele Italiener von der Einreise abgehalten
wurden, kamen über 100.000 Menschen aus einem breiten
politischen Spektrum zu den Demonstrationen am Genfer See
zusammen.

Bereits am Samstag hatten sich rund 200 Menschen an einer Aktion
im Genfer See beteiligt. Unter dem Motto "G8 schwimmt obenauf -
der Rest der Welt geht baden" symbolisierten sie mit Badeinseln
(für die G8) und Badekappen (für den Rest der Welt), wie die G8
sich die Rolle einer Weltregierung anmaßen und dabei mit ihrer
Politik eine positive Entwicklung der ärmeren Länder verhindern.
"Ob Schuldenerlass oder Afrika-Initiative - den großen
Ankündigungen sind bisher kaum Taten gefolgt", kritisiert
Philipp Hersel vom Attac-Koordinierungskreis. "Zudem erweisen
sich viele angebliche Wohltaten als Privatisierungen durch die
Hintertür, die mehr den G8 als den Entwicklungsländern nützen."






Attac Deutschland
Pressemitteilung
Annemasse/Frankreich, 1. Juni 2003
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Malte Kreutzfeldt
Pressesprecher Attac Deutschland
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Post: Münchener Straße 48 * 60329 Frankfurt/M
Tel: 069 / 900281-42 * Mobil: 0170 / 2334746
Mail: presse@attac.de * Fax: 069 / 900 281-99
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