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Kinder in größter Not
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Liberia
Kinder in größter Not
UNICEF bringt Zusatznahrung und Medikamente nach Monrovia
Unmittelbar nach der Öffnung des Hafens in der liberianischen Hauptstadt Monrovia beginnt UNICEF mit einer großen Nothilfeaktion und ruft dringend zu Spenden für die Not leidenden Kinder in Liberia auf. Bereits am Samstag soll ein erstes Flugzeug vom UNICEF-Warenlager in Kopenhagen in Monrovia eintreffen. Der Hilfstransport umfasst über 100.000 Pakete mit hochproteinhaltigen Keksen und mehr als eine Tonne Zusatznahrung für mangelernährte Kinder, Material zur Trinkwasseraufbereitung, Wassertanks und Basismedikamente für 250.000 Menschen.
Die internationalen UNICEF-Mitarbeiter, die jetzt nach Monrovia zurückkehren konnten, berichten von entsetzlicher Not der Kinder. Es fehlt an allem: Trinkwasser, Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung. Die Jüngsten trifft es am härtesten. Die meisten Kinder unter fünf Jahren waren schon vor Beginn der Kämpfe mangelernährt, jetzt sind viele vom Hungertod bedroht. Kinder und Jugendliche betteln auf den Straßen um Nahrung.
Durch die katastrophale hygienische Situation droht der Ausbruch von Seuchen. Leichen und riesige Mengen von Müll liegen auf den Straßen. UNICEF will deshalb so schnell wie möglich eine große Aufräumkampagne starten. Jugendliche sollen aufgerufen werden, dabei mitzuhelfen und so auch ein Zeichen der Hoffnung für die verzweifelten Menschen zu setzen.
Gleichzeitig setzte UNICEF alles daran, um die Kinder vor weiterer Gewalt und Missbrauch zu schützen. Die schätzungsweise zehntausend Kindersoldaten sollen so schnell wie möglich demobilisiert werden. UNICEF schickt ein Expertenteam nach Monrovia, um Verhandlungen mit allen Kriegsparteien aufzunehmen und die Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung vorzubereiten. UNICEF befürchtet, dass die rund 5.000 Kämpfer der Rebellengruppe LURD bei ihrem Rückzug aus Monrovia Hunderte von Mädchen und Jungen zwingen, bei ihnen zu bleiben statt sie freizulassen.
Einige liberianische Mitarbeiter von UNICEF haben ihre Arbeit bereits wieder aufgenommen. Impfstoffe und therapeutisches Milchpulver, das UNICEF noch in Monrovia eingelagert hat, konnten vor Plünderern gesichert werden.
UNICEF bittet dringend um Spenden für die notleiden Kinder in Liberia: Spendenkonto 300.000; Sozialbank Köln (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Liberia
Spendentelefon 0137/300.000 oder Spenden im Internet: www.unicef.de
Angelika Söhne Pressestelle Köln, den 15. August 2003 ______________ UNICEF Deutschland Höninger Weg 104 50969 Köln web: www.unicef.de
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250.000 Menschen ohne Essen, Wasser und Medizin | Liberia: Kämpfe in der Region Bong County
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