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Kinder ohne Eltern brauchen Hilfe
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Liberia
Kinder ohne Eltern brauchen Hilfe
UNICEF versorgt Waisenhäuser und bringt Trinkwasser, Zusatznahrung und Medikamente
Nach dem Friedenschluss in Liberia verstärkt UNICEF die Hilfe für die Not leidende Bevölkerung. Vor allem für die Kinder zählt jeder Tag: Die meisten waren schon vor Beginn der Kämpfe durch chronische Mangelernährung sehr geschwächt. Viele haben seit Wochen kaum etwas zu essen und nur schmutziges Trinkwasser bekommen. Sie sind dadurch in akuter Gefahr. Rund 4.000 Kinder ohne Eltern, die in 70 Waisenhäusern in Monrovia untergebracht sind, erhalten von UNICEF mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Zusatznahrung, Trinkwasserbehälter und Decken, um ihr Überleben zu sichern. UNICEF bringt in den nächsten 30 Tagen 1,5 Millionen Liter Trinkwasser per Tankwagen nach Monrovia und desinfiziert rund 150 Brunnen, um vor allem rund 100.000 besonders gefährdete Flüchtlingsfamilien zu versorgen. UNICEF bittet dringend um Spenden für die Kinder in Liberia.
Zum ersten Mal konnten UNICEF-Mitarbeiter jetzt von Monrovia aus ins Landesinnere fahren. Rund 70 Prozent des Landes waren in den vergangenen Monaten von jeder Hilfe abgeschnitten. Die UNICEF-Mitarbeiter berichten von großen Problemen bei der Versorgung mit Trinkwasser und Medikamenten. Erste Pakete mit Zucker-Salz-Lösung gegen Durchfallerkrankungen konnte UNICEF nach Tubmanburg bringen, dem bislang für Hilfsorganisationen unzugänglichen Hauptsitz der Rebellengruppe LURD. Sie verhindert das innerliche Austrocknen bei schwerem Durchfall, das vor allem bei Kleinkindern innerhalb weniger Tage zum Tod führen kann
Basismedikamente für 250.000 Menschen, die UNICEF am vergangenen Wochenende per Flugzeug nach Monrovia gebracht hat, werden an die Gesundheitszentren in der Stadt ausgegeben. Um die Kühlkette für dringend benötigte Impfstoffe gegen Masern und Tetanus aufrechtzuerhalten, hat UNICEF Dieselkraftstoff für die Kühlgeneratoren zur Verfügung gestellt. Durch die katastrophale hygienische Situation droht in Monrovia der Ausbruch von Seuchen. Berge von Müll türmen sich in den Straßen. UNICEF organisiert gemeinsam mit den städtischen Behörden eine Kampagne zur Müllbeseitigung.
Gleichzeitig bereitet UNICEF die Demobilisierung und Wiedereingliederung der schätzungsweise 10.000 Kindersoldaten vor. Um ihre Freilassung zu erreichen, führt UNICEF Verhandlungen mit den Militärführern und erarbeitet einen Zeitplan für die Demobilisierung.
UNICEF bittet dringend um Spenden für die Not leidenden Kinder in Liberia:
Spendenkonto 300.000; Sozialbank Köln (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Liberia
Spendentelefon 0137/300.000 oder Spenden im Internet: www.unicef.de
Köln, den 22. August 2003 Angelika Söhne Pressestelle ______________ UNICEF Deutschland Höninger Weg 104 50969 Köln web: www.unicef.de
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