Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Liberia: Kämpfe in der Region Bong County

Liberia:
Sicherheit von 60.000 Vertriebenen durch Kämpfe in Bong County bedroht

Kämpfe in der Region Bong County,
nordöstlich von Monrovia, bedrohen laut ÄRZTE OHNE GRENZEN die Sicherheit
von rund 60.000 Vertriebenen. Sie leben in Vertriebenenlagern, die nur 45
Kilometer von der Frontlinie entfernt sind. Die Organisation kümmert sich um
die medizinische Versorgung in den Lagern.

"Die Menschen in Bong County waren allein in den vergangenen zwei Jahren
mindestens viermal gezwungen, vor Kämpfen in der Region zu fliehen. Sie sind
aus Mangel an Nahrungsmitteln geschwächt und müssen jetzt erneut um ihre
Sicherheit bangen", sagt Pierre Mendiharat, Landeskoordinator von ÄRZTE OHNE
GRENZEN in Liberia. "Wenn die Kämpfe näher kommen, fürchten wir, dass es zu
einer massiven Flucht von Zivilisten kommen wird." Seit Mitte Mai hat es aus
Sicherheitsgründen keine Nahrungsmittelverteilungen mehr in den Lagern
gegeben. Die Menschen leben von Kassawa-Wurzeln, die sie im umliegenden
Buschland suchen.

Am 2. August hat ÄRZTE OHNE GRENZEN ein Ernährungszentrum im Lager Sasala
eröffnet, in dem 150 schwer unterernährte Kinder versorgt werden. Jeden Tag
kommen fünf bis zehn weitere hinzu. Außerdem hat die Organisation zweimal
Nahrungsmittelrationen an etwa 4.000 Kinder ausgegeben. Nachdem es zu einem
Choleraausbruch gekommen war, wurden in den letzten zwei Wochen mehr als 150
Patienten behandelt.

In der vergangenen Woche hat ÄRZTE OHNE GRENZEN vier Erkundungstouren nach
Tubmanburg in Bomi County, Bo Waterside in Grand Cape Mount County, Zwedru
in Grand Gedeh County und Buchanan in Grand Bassa County durchgeführt. Diese
Regionen sind seit Monaten von jeglicher humanitärer Hilfe abgeschnitten,
und die Menschen haben weder Zugang zu medizinischer Versorgung noch
ausreichend Nahrungsmitteln und Wasser. Ab heute wird die Organisation mit
einer mobilen Klinik die medizinische Betreuung von etwa 14.000 Menschen in
Tubmanburg sicherstellen. In Buchanan brauchen etwa 30.000 Vertriebene
dringend Unterstützung. Doch die Sicherheitslage ist zu angespannt, um dort
umfassende Hilfe leisten zu können.

Zur Zeit arbeiten 23 internationale und 300 liberianische Mitarbeiter von
ÄRZTE OHNE GRENZEN in Liberia. In Monrovia unterhält die Organisation zwei
Notkliniken, neun Gesundheitszentren und drei Cholerastationen. Täglich
werden 200 bis 400 Kinder gegen Masern geimpft, und Tanklastwagen versorgen
die Vertriebenenlager in der Stadt mit 100.000 Liter Wasser täglich. Darüber
hinaus leistet ÄRZTE OHNE GRENZEN Hilfe in drei Vertriebenenlagern in Bong
County. Ein Gesundheitszentrum im Vertriebenenlager Plumcor im Norden
Monrovias konnte wieder eröffnet werden.



Petra Meyer, Kattrin Lempp

http://www.aerzte-ohne-grenzen.de


Monrovia/Berlin, 20. August 2003.
AERZTE OHNE GRENZEN / AM KOELLNISCHEN PARK 1 / D-10179 BERLIN
OFFICE@BERLIN.MSF.ORG / HTTP://WWW.AERZTE-OHNE-GRENZEN.DE
SPENDENKONTO: 97097 / SPARKASSE BONN / BLZ 380 500 00


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Kinder in größter Not | DRK-Projekt in Nordkorea: