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ISSN 1610-0611
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Mehr Geld für die Bekämpfung von HIV/Aids nötig

"Brot für die Welt" appelliert an die Bundesregierung

"Brot für die Welt" fordert die Bundesregierung
auf, ihren Beitrag für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids,
Tuberkulose und Malaria für 2003 auf 100 Millionen Euro zu erhöhen. "Das
Leben von zahllosen Menschen weltweit hängt buchstäblich von der Funktions-
und Handlungsfähigkeit dieses Fonds ab", schreibt Cornelia Füllkrug-Weitzel,
Direktorin von "Brot für die Welt", in einem Brief an Bundeskanzler Gerhard
Schröder. Dieser Brief ist Teil einer Lobbyaktion des Aktionsbündnisses
gegen Aids, zu dessen Trägern "Brot für die Welt" gehört.

Trotz der Auseinandersetzungen um den Wiederaufbau im Irak müsse Aids auf
der politischen Tagesordnung bleiben, fordert Füllkrug-Weitzel. Sie
appelliert deshalb an den Bundeskanzler, sich auf dem G8-Gipfel im
französischen Evian, Frankreich, Anfang Juni nachdrücklich für eine weitere
Unterstützung des Fonds einzusetzen. Eine solche Prioritätensetzung -
eventuell sogar zu Ungunsten einer Beteiligung der Bundesregierung am
Wiederaufbau des Irak - könne ein wichtiges politisches Zeichen sein.

Derzeit fehlen dem Globalen Fonds insgesamt 1,4 Milliarden Euro zur
Finanzierung der dritten Runde von Projektanträgen. An eine sinnvolle
Fortsetzung der Arbeit des Fonds, der von UN-Generalsekretär Kofi Annan
initiiert wurde, ist deshalb gegenwärtig nicht zu denken. Verglichen mit den
Kosten des Krieges und des Wiederaufbaus im Irak sei diese Summe allerdings
gering, so Füllkrug-Weitzel. "Aids stellt einen globalen Notstand dar.
Deshalb sind außerordentliche Maßnahmen und zusätzliche finanzielle Mittel
erforderlich."

Jedes Jahr sterben mehr als drei Millionen Menschen an der
Immunschwächekrankheit. Vor allem in Afrika stellt sie eines der größten
Entwicklungshindernisse dar. Die Hilfsaktion "Brot für die Welt" kämpft seit
vielen Jahren gemeinsam mit Partnerorganisationen gegen die Ausbreitung von
HIV/Aids. Derzeit werden HIV/Aids-Projekte im Umfang von über 5,3 Millionen
Euro gefördert. Daneben enthalten unzählige sonstige Entwicklungsprogramme
eine HIV/Aids-Komponente.
www.brot-fuer-die-welt.de



Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" wurde 1959 in Berlin
gegründet. Mittlerweile unterstützt sie über 1.800 Projekte in den Ländern
des Südens zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut und Hunger und für die
Rechte der benachteiligten Menschen.


Stuttgart, 13. Mai 2003.
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BROT FÜR DIE WELT - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
Pressereferentin
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