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ISSN 1610-0611
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Zehntausende Menschen in Liberia auf der Flucht

Diakonie Katastrophenhilfe setzt trotz anhaltender Kämpfe seine Hilfe für
Vertriebene fort


Schwere Kämpfe und Schießereien in der
liberianischen Hauptstadt Monrovia erschweren die Hilfe für die
Zivilbevölkerung. Nach Angaben der Diakonie-Partner vor Ort sind
Zehntausende von Menschen aus den Flüchtlingslagern in den Vororten in die
Innenstadt geflohen. Trotzdem geht die Hilfe für die Vertriebenen mit
Lebensmitteln weiter.
Etwa 10.000 Menschen haben im Stadion der Stadt Zuflucht gefunden. Andere
campieren in Schulen, in anderen Gebäuden oder unter freiem Himmel. In
Brewerville und anderen Vororten von Monrovia, wo Partnerorganisationen der
Diakonie Katastrophenhilfe Menschen in Flüchtlingslagern betreuen, wird
immer noch geschossen.
Zwei Rebellengruppen kämpfen in Liberia gegen die Regierung unter Charles
Taylor. Dieser hatte in der vergangenen Woche seine Teilnahme an
Friedensgesprächen in Ghana abgebrochen, nachdem im Nachbarland Sierra Leone
Vorwürfe wegen Kriegsverbrechen gegen ihn erhoben worden waren. Daraufhin
verschärften sich die Spannungen in Monrovia und es brach Panik aus.
Die Diakonie Katastrophenhilfe beteiligt sich im Rahmen des weltweiten
Netzwerkes von Kirchen und Hilfsorganisationen ACT (Kirchen helfen
gemeinsam) an der Nothilfe für Flüchtlinge in Liberia. Die Menschen erhalten
auch weiterhin Lebensmittel, Medikamente und andere Güter des täglichen
Bedarfs. Neben den 200.000 intern Vertriebenen müssen rund 100.000 Menschen
versorgt werden, die seit Herbst 2002 vor den Kämpfen in der benachbarten
Elfenbeinküste geflohen sind.

Für ihre Hilfe in Westafrika bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um
Spenden, Kennwort "Westafrika".

Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas International:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder online über das Internet http://spende.caritas-international.de



Stuttgart, 11. Juni 2003. ___________________________________________________________________
Ute Dilg


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