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ISSN 1610-0611
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Afghanistan: Frauen noch immer stark bedroht

Frauen in Afghanistan noch immer massiv in Gefahr!

ai zu Frauen in Afghanistan:
Frauen noch immer stark bedroht

- In einem heute veröffentlichten Bericht kritisiert
die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) massiv die
Internationale Gemeinschaft. Sie hat es nach wie vor nicht geschafft, den
afghanischen Frauen Sicherheit und Schutz zu bringen. „Die derzeitigen
Machthaber sind schlichtweg nicht willens und absolut unfähig, mit der
Gewalt gegen Frauen angemessen umzugehen und diese zu ahnden“, sagt Heinz
Patzelt, Generalsekretär von ai-�sterreich. „Im Gegenteil: Anstatt die
Rechte der Frauen zu schützen, treten sie sie mit Füßen.“

ai dokumentiert die katastrophalen Lebensumstände afghanischer Frauen, die
weiterhin massiv Opfer von Gewalt werden. Zwangsheiraten, Vergewaltigungen
durch bewaffnete Truppen und Misshandlungen im familiären Bereich gehören
zur Tagesordnung. Auch achtjährige Mädchen, die mit fünfmal so alten
Männern verheiratet werden, sind keine Ausnahme. Ihre gesellschaftliche
Rolle macht es afghanischen Frauen jedoch so gut wie unmöglich, diese
Menschenrechtsverletzungen anzuzeigen. Gelingt es ihnen dennoch, werden sie
dafür verachtet und diskriminiert.

„Fast zwei Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes gibt es keine Freiheit
und keinen Schutz für afghanische Frauen. Es wird Zeit, dass US-Präsident
Bush und Außenminister Powell endlich ihre Versprechen einlösen, und den
Frauen wirkliche Befreiung bringen“, so Heinz Patzelt.

ai fordert die Internationale Gemeinschaft dazu auf

- eine internationale Friedenstruppe auch außerhalb von Kabul zu
etablieren, die die Sicherheit der Frauen gewährleistet.

- Frauenrechten beim Aufbau der Polizei und des Gerichtswesen, sowie bei
der Gesetzgebung höchste Priorität einzuräumen.


Wien, 6. Oktober 2003
www.amnesty.at
www.news.amnesty.org


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Frauen in Afghanistan

Keine Befreiung in Sicht

Internationale Gemeinschaft hat Freiheitsversprechen für afghanische Frauen
nicht eingelöst / Vergewaltigungen, Zwangsheirat und Gewalt in der Familie
sind weit verbreitet / Justiz unterstützt Frauen nicht dabei, Täter zur
Verantwortung zu ziehen / Neuer Bericht von amnesty international zum Thema
erschienen

Fast zwei Jahre nach dem Sturz des
Taliban-Regimes werden Frauen in Afghanistan weiterhin verbreitet Opfer von
Gewalt. Viele Frauen werden zur Heirat gezwungen, erleiden Vergewaltigungen
durch bewaffnete Gruppen oder Misshandlungen im familiären Bereich. Ihre
gesellschaftliche Rolle macht es afghanischen Frauen sehr schwer, diese
Menschenrechtsverletzungen anzuzeigen. Wenn es ihnen dennoch gelingt, ihr
Leid öffentlich zu machen, werden sie oft dafür diskriminiert. amnesty
international (ai) verkennt keineswegs die Schwierigkeiten, mit denen die
afghanische Übergangsregierung nach 23 Jahren Krieg zu tun hat. Dennoch
müssen die afghanische Übergangsregierung und die internationale
Gemeinschaft mehr tun, um den Schutz von Frauen als Querschnittsaufgabe
fest im Aufbau der Polizei, eines Gerichtswesen und in der Gesetzgebung zu
verankern, fordert ai.

"Viele führende Politiker, darunter US-Präsident Bush und Außenminister
Powell, hatten versprochen, dass der Krieg in Afghanistan den Frauen die
Befreiung bringe. Doch noch immer sind Gewalt, Diskriminierung und
Unsicherheit im Leben der Frauen an der Tagesordnung", kritisierte Barbara
Lochbihler, Generalsekretärin von amnesty international Deutschland. Ein
heute veröffentlichter ai-Bericht beschreibt die Situation detailliert. Der
Bericht zeigt auch die Unfähigkeit und Unwilligkeit der geltenden
Strafgerichtsbarkeit, mit der Gewalt gegen Frauen angemessen umzugehen.
"Die Strafgerichte verletzen die Rechte der Frauen mehr als dass sie sie
schützen", sagte Barbara Lochbihler. "Die Afghaninnen brauchen einen
funktionierenden Rechtsstaat, der ihre Rechte wirklich garantiert."

Angesichts der unsicheren Lage in weiten Teilen Afghanistans fordert ai die
deutsche Bundesregierung auf, hier lebenden Afghanen einen sicheren
Aufenthaltsstatus zu erteilen. Derzeit setzen die deutschen Behörden die
Abschiebung afghanischer Staatsbürger lediglich aus.

Der Bericht "Afghanistan: No one listens to us and no one treats us as
human beings. Justice denied to women" ist abrufbar unter
http://www.web.amnesty.org/library/index/engasa110232003. Bitte beachten
Sie auch die anderen drei Afghanistan-Berichte, die in den letzten Monaten
erschienen sind (http://web.amnesty.org/library/eng-afg/reports).


Berlin, 06. Oktober 2003
Meike Zoega
Presse-Team
amnesty international
Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
www.amnesty.de.


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