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ISSN 1610-0611
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Sudan verstößt gegen Kinderrechts-Konvention

Sudan: Unmenschliche Bestrafung verstößt gegen Kinderrechtskonvention

Sudan verstößt gegen Kinderrechts-Konvention
Sudanesischem Jungen droht unmenschliche Bestrafung nach unfairem
Prozess

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Montag gegen die
unmenschliche Bestrafung eines 16-jährigen Sudanesen durch ein
Sondergericht in der Provinz Darfur im Westen des Sudan protestiert.
Dem jungen Araber Mohamed Hassan Hamdan sollen die rechte Hand und
der linke Fuß amputiert werden. „Diese unmenschliche Bestrafung der
so genannten Kreuzamputation verstößt gegen Artikel 37 des
Internationalen Übereinkommens über die Rechte des Kindes“, erklärte
der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius in Göttingen. Bei dem Prozess
vor dem Sondergericht in der Ortschaft Nyala seien Mindeststandards
fairer Gerichtsverfahren verletzt worden. So sei der Rechtsanwalt bei
der Verurteilung des Jungen nicht anwesend gewesen. Mohamed soll sich
an einem bewaffneten Überfall beteiligt haben, was er bis heute
bestreitet. Fünf mit ihm angeklagte Erwachsene wurden inzwischen
freigesprochen.

Mohameds Verurteilung sei nur ein Beispiel für das Klima der
Rechtlosigkeit und schwerste Menschenrechtsverletzungen im Westen des
Sudan, sagte Delius. Seit Februar 2003 leide die Zivilbevölkerung in
Darfur unter einer Verschärfung der Kämpfe zwischen der sudanesischen
Armee und der Freiheitsbewegung Sudan Liberation Army (SLA), die sich
gegen die jahrzehntelange Vernachlässigung der Region erhoben hat.
Rund 300 Dörfer seien seither zerstört worden und 500.000 Menschen
aus der Region geflohen.

Zwar haben die Armee und die SLA am 4. September 2003 ein
Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Doch die überwiegend
muslimisch-arabische Zivilbevölkerung wird immer wieder von Nomaden
angegriffen, die von der Armee bewaffnet wurden. „Die Perspektiven
für einen Frieden in Darfur sehen düster aus“, meinte Delius, „denn
bislang haben jüngste Friedensverhandlungen kein Ergebnis gebracht.“
Nachdem die sudanesische Luftwaffe am 1. November SLA-Stellungen
bombardierte, drohe ein Wiederaufflammen des Krieges.

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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, den 3.11.2003
Hompage: http://www.gfbv.de
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