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ISSN 1610-0611
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Drohender Völkermord in Uganda

Uganda: Weltsicherheitsrat soll drohenden Völkermord abwenden

Appell an Weltsicherheitsrat:
Mit Friedensinitiative drohenden Völkermord in Uganda verhindern

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Dienstag an den
Weltsicherheitsrat in New York appelliert, sich für ein Ende des
Bürgerkrieges in Uganda einzusetzen. „Der Zivilbevölkerung im Norden
und Osten Ugandas droht ein Völkermord, da die vom Bürgerkrieg
geschwächten Menschen nur unzureichend versorgt und nicht ausreichend
vor Übergriffen geschützt werden“, warnte der GfbV-Afrikareferent
Ulrich Delius. Nur internationaler Druck könne noch helfen, um
Ugandas Regierung zu Verhandlungen mit der Rebellenbewegung Lord’s
Resistance Army (LRA) zu drängen.

In Uganda habe in den Flüchtlingslagern bereits ein Massensterben
begonnen, da es an Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten fehle.
Die Zahl der Binnenflüchtlinge habe sich seit Beginn einer
Großoffensive der ugandischen Armee im März 2002 auf heute 1,2
Millionen Menschen verdoppelt. Ugandas Regierung verstoße mit ihrer
Missachtung der katastrophalen Lage der Zivilbevölkerung gegen
Artikel 2c der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des
Völkermordes.

Eine weitere Eskalation des Krieges drohe, wenn die Regierung nicht
endlich Friedensverhandlungen mit der LRA aufnehme, sagte Delius.
Friedensappelle katholischer Bischöfe und muslimischer Geistlicher
ignoriere Kampala. Ugandischen Parlamentsabgeordneten sei mit der
Todesstrafe gedroht worden, sollten sie auf eigene Initiative mit der
LRA Kontakt aufnehmen.

Kinder seien die Hauptleidtragenden des Krieges. Rund 90 Prozent der
Kämpfer der Rebellenbewegung seien zwangsrekrutierte Kinder. Allein
seit Juni 2002 seien 10.400 Kinder von der LRA verschleppt worden.
Die Verschleppten müssten als Träger, Soldaten, Minensucher, Spione,
menschliche Schutzschilde oder als Sex-Sklaven der LRA-Kommandeure
dienen.


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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, den 11. November 2003
Hompage: http://www.gfbv.de
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