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ISSN 1610-0611
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IPPNW veruteilt US-Atomwaffen-Entscheidung

USA läuten zweites nukleares Zeitalter ein
IPPNW: Nebenwirkungsfreie Mini-Atombomben sind eine Lüge

Die internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilen auf das Schärfste die gestrige Entscheidung des US-Kongresses, das Verbot für den Bau von Mini-Atombomben aufzuheben. „Die Entscheidung des US- Kongresses wird eine Spirale der atomaren Aufrüstung in Gang setzen. Die Atommächte Frankreich und Russland haben in Reaktion auf die US-Pläne bereits in den vergangenen Monaten die Entwicklung einer neuen Atomwaffengeneration angekündigt. Und die Staaten, die sich von der neuen Kriegs- und Atompolitik der USA bedroht fühlen, wie Nordkorea oder der Iran, werden verstärkt versuchen, in den Besitz der Bombe zu kommen“, sagt Dr. Ute Watermann, Ärztin und Sprecherin der IPPNW, in Berlin.

Das Verbot der Forschungs- und Entwicklungsarbeit an Nuklearwaffen mit einer Sprengkraft von weniger als 5 Kilotonnen ist das einzig rechtlich bindende Verbot in den USA im Bereich der Atomwaffenforschung. Mit seiner Aufhebung wird der Entwicklung und Testung neuer US-Atomwaffen Tür und Tor geöffnet. So sieht das vom Kongress genehmigte Rüstungsbudget 2004 34 Millionen Dollar dafür vor, die Atomtestanlage in Nevada auf eine schnelle Wiederaufnahme des Testens vorzubereiten.

„Die Welt tritt in ein neues nukleares Zeitalter ein. Die USA planen, kleine Atomwaffen zu einem Teil der „normalen“ Kriegsführung zu machen. Angeblich würden diese Atombomben unter der Zivilbevölkerung kaum Schaden anrichten. Das ist eine Lüge. Es gibt keine nebenwirkungsfreien Mini-Atombomben; eine fall-out freie Atomexplosion wird es nicht geben“, sagt Ute Watermann. (siehe IPPNW- Studie unter www.ippnw.de/frieden/irak/bunkerbuster.pdf ) (oder lokal [210 KB] )

Trotz der verheerenden Entscheidung für den Bau neuer Atomwaffen birgt der Beschluss des Kongresses auch eine positive Nachricht. Das
Budget zur Entwicklung von erddurchdringenden Atomwaffen ist von 15 auf 7,5 Millionen Dollar gekürzt worden. Ein Erfolg der US- amerikanischen Friedensbewegung, die hier in den vergangenen Monaten starke Lobbyarbeit geleistet hat.

„Doch das allein reicht nicht. In der Bevölkerung, gerade bei den jungen Menschen, hat das Wissen um die atomare Bedrohung stark abgenommen. Die Aufgabe der Friedensbewegung ist es, hier Informations-und Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt Xanthe Hall, Atomwaffenexpertin der IPPNW. Die IPPNW veranstaltet deshalb vom 7. 9. Mai 2004 in Berlin den Kongress „Atomwaffen und Atomenergie in einer instabilen Welt“ und wird eine neue Kampagne für die Ächtung von Atomwaffen initiieren. (Infos unter www.ippnw.de)

Mehr Informationen: www.ippnw.de/frieden/awaffen/mininukes.htm


Xanthe Hall
Dr. med. Ute Watermann

Berlin, den 12. November 2003.


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