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ISSN 1610-0611
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Kinder als Sklaven des 21. Jahrhunderts

2. Dezember: Internationaler Tag für die Abschaffung der Sklaverei
Kinder als Sklaven des 21. Jahrhunderts
terre des hommes fordert Gedenktag gegen Kinderhandel der Vereinten Nationen

Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts werden Menschen wie eine Ware gehandelt. Insbesondere mit Kindern hat sich ein florierendes Geschäft entwickelt, dem jährlich schätzungsweise mehr als eine Million Jungen und Mädchen weltweit zum Opfer fallen. Darauf weist das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich des Internationalen Tages für die Abschaffung der Sklaverei hin.

Angesichts der dramatischen Ausmaße des internationalen Kinderhandels, der längst auch Deutschland erreicht hat, fordert terre des hommes, auf der Ebene der Vereinten Nationen einen eigenen internationalen Gedenktag gegen Kinderhandel ins Leben zu rufen. "Die Staatengemeinschaft muss ein sichtbares Zeichen setzen, dass sie der Bekämpfung dieses verbscheuungswürdigen Verbrechens hohe Bedeutung einräumt. Sehr häufig ist der Schutz für gefährdete Kinder seitens der Behörden völlig unzureichend", betont Boris Scharlowski. Er koordiniert eine großangelegte Kampagne, mit der das Kinderhilfswerk in mehr als 30 Ländern und mit rund 900 Partnern gegen Kinderhandel kämpft. In Europa, Afrika, Asien und Südamerika werden im Dezember Aktionen für einen Internationalen Tag gegen Kinderhandel stattfinden. So auch in Mosambik, wo Graça Machel - Ehefrau von Nelson Mandela und frühere First Lady Mosambiks - die Schirmherrschaft der regionalen Kampagne übernommen hat: "Die Zeit der Sklaverei ist vorbei. Wie können wir tolerieren, dass Kinder wie Sklaven gekauft und verkauft werden?", empört sich die renommierte Menschenrechtlerin.

Der Handel mit Menschen hat sich nach dem Handel mit Waffen und Drogen zur drittgrößten Profitquelle der organisierten Kriminalität entwickelt. Mit Kindern lässt sich auf vielfache Weise Gewinn erzielen: Sie müssen auf Plantagen, in Fabriken oder Haushalten schuften, werden in Bordelle verkauft, als Diebe Bettler oder Drogenkuriere missbraucht oder in Bürgerkriegsarmeen gezwungen. Häufig machen sich die Drahtzieher die Armut und fehlenden Perspektiven in den Herkunftsländern zunutze, um mit falschen Versprechungen auf ein besseres Leben Kinder oft jahrelang in sklavenähnlichen Verhältnissen zu missbrauchen. Eingesperrt, geschlagen oder vergewaltigt haben die eingeschüchterten Opfer allein kaum eine Chance, ihren Ausbeutern zu entkommen.




Osnabrück, 1. Dezember 2003.
terre des hommes-Pressereferat
Weitere Infos: www.tdh.de -


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