amnesty international zum Anschlag auf UNO-Hauptquartier im Irak!
ai zum Anschlag im Irak: Anschlag auf UNO ist gegen Gerechtigkeit und gegen Menschenrechte
- amnesty international (ai) ist tief betroffen vom gestrigen Bombenanschlag auf das UNO-Hauptquartier im Irak. Der Anschlag steht für einen Anschlag auf all jene, die sich für die Prinzipien von Gerechtigkeit und für Menschenrechte einsetzen.
"Der brutale Mord an Sergio Vieira de Mello, dem Leiter der UNO-Mission im Irak und UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, ist ein weiterer Beweis dafür, dass Menschen, die den Menschenrechten verpflichtet sind und diese verteidigen, leichte Ziele in einer Welt sind, in der nationale Sicherheit mehr gilt als die Sicherheit der Menschen", erklärt Michaela Klement, Pressesprecherin von ai-Österreich. "Die Menschenrechte, die Internationale Gemeinschaft und all diejenigen, die für Frieden und Gerechtigkeit im Irak kämpfen, sind nach diesem Anschlag massiv bedroht".
"Nur wenn die Menschenrechte beim Kampf um die Sicherheit auf der Welt ins Zentrum gestellt werden, wird es uns gelingen, derart abscheuliche Verbrechen in Zukunft zu verhindern", betont Klement. "Wir müssen jetzt die reale Sicherheit, die das Land nötig hat, durchsetzen. Die Mörder von Vieira de Mello haben die fundamentalsten Menschenrechte des irakischen Volkes im Visier gehabt. Der Irak muss eine Baustelle für Menschenrechte sein - er darf kein Ödland werden".
ai fordert, dass die Urheber des Anschlags verhaftet und vor Gericht gebracht werden müssen.
London/Wien, 20. August 2003 Mag. Michaela Klement - Presse -
www.amnesty.at
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