Menschenrechtsbeirat muss unbedingt aktiv werden
Die Menschenrechtsorganisation amnesty international Österreich (ai) verlangt, nachdem immer mehr bestürzende Details über den Tod von Cheibani Wague im Afrikadorf im Wiener Stadtpark bekannt werden, unbedingt die Einbeziehung des Menschenrechtsbeirats. "Eine Untersuchung allein auf strafrechtlicher Ebene reicht nicht aus, um die Richtlinien für Exekutivbeamte im Umgang mit verhaltensauffälligen Personen zu überprüfen," meint der Generalsekretär von ai-Österreich, Mag. Heinz Patzelt.
amnesty international wird sich nicht nur auf internationaler Ebene mit der Forderung um lückenlose Aufklärung an den Innenminister wenden, sondern tritt auch aktiv an den Menschenrechtsbeirat heran. "Eine strafrechrechtliche Untersuchung ist nicht ausreichend, um in Hinkunft Menschen mit psychischen Problemen vor Übergriffen durch die Exekutive restlos zu schützen", meint Patzelt. "Der Tod von Cheibani Wague ist leider nicht der erste tragische Fall eines psychisch labilen Menschen, in den die Exekutive verwickelt ist. Umso notwendiger ist es zu untersuchen, inwieweit die bestehenden Anweisungen zum Umgang mit verhaltensauffälligen Menschen eingehalten worden sind. Wenn diese Spielregeln nicht ausreichen, wäre eine Verbesserung der Ausbildung überfällig."
London/Wien, 23. Juli 2003 Claudia Emmrich Presse - Assistenz amnesty international Austria Moeringgasse 10 1150 Wien
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