ai zu Nigeria/Amina Lawal: Verfahren wieder verschoben auf 25. September
- Am 27. August 2003 wurde Amina Lawals Berufungsverfahren im Staat Katsina, im Norden Nigerias, ein weiteres Mal verschoben: Und zwar auf den 25. September 2003. Unglücklicherweise wird dieser Fall ständig vertagt, was die Qual von Amina Lawal und ihrem Sohn vergrößert. Die permanente Ungewissheit ermöglicht kein normales Leben und ist absolut untragbar, sagte Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai Ãsterreich.
Am 25. März 2003 wurde Amina Lawals Berufungsverfahren das erste Mal auf den 3. Juni verschoben, da einer der Richter fehlte. amnesty international war damals bei der Verhandlung vor Ort. Die weitere Verschiebung der Berufungsverhandlung vom 3. Juni auf den 27. August 2003 war wieder durch das Fehlen einer Mindestzahl von Richtern bedingt.
Amina Lawal wurde von einem Gericht im März 2003 für schuldig erklärt, nachdem sie ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hatte. Unter der Sharia-Strafgesetzgebung, die in mehreren Nordstaaten Nigerias in Kraft ist, gilt das als Ehebruch und wird mit dem Tod durch Steinigung bestraft.
Warum die gestrige Verhandlung ein weiteres Mal verschoben wurde, ist bis jetzt nicht bekannt.
Mag. Michaela Klement - Presse -
www.amnesty.at London/Wien, 28. August 2003
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