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Massive Misshandlung durch Schweizer Polizei!
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Massive Misshandlung von Asylwerbern durch Schweizer Polizei!
ai fordert Untersuchung der Behandlung von Asylwerbern durch die Glarner Polizei
- amnesty international (ai) fordert die Glarner Behörden auf, eine gründliche und unabhängige Untersuchung der angeblichen Fälle von grausamer, unmenschlicher und degradierender Behandlung von Asyl-werbern im Zuge von polizeilichen Hausdurchsuchungen einzuleiten.
Ungefähr um 5 Uhr 30 am 2. Juli 2003 führte eine Spezialeinheit der Glarner Polizei simultan Haus-durchsuchungen im Durchgangszentrum Rain in Ennenda und in einem Wohnhaus von Einwanderern in Linthal durch.
Im Zusammenhang mit diesen Hausdurchsuchungen sind gegen die Polizei des Kantons Glarus schwerwiegende Vorwürfe wegen angeblicher Misshandlungen erhoben worden. Unter anderem wurde Folgendes berichtet:
- Die Polizisten haben Helme und Brillen getragen, die sie unkenntlich machten.
- Die Polizisten haben, nachdem sie Haus- und Zimmertüren mit Hämmern einge-schla-gen hatten, die Bewohner aus ihren Betten auf den Boden gezerrt und sie an Händen und Füssen gefesselt.
- Die Polizisten haben den Gefesselten schwarze Kapuzen übergezogen, so dass diese nichts mehr sehen konnten.
- Die Polizisten haben einigen männlichen Festgenommenen die Hosen und Unter-hosen ausgezogen, ihnen Nummern an den Rücken geklebt und sie anschließend unter Gelächter in sexuell demütigender Stellung von hinten fotografiert.
- Die im Durchgangszentrum Rain Festgenommenen sind gemeinsam für mehrere Stun-den in einen Raum gesperrt worden ? immer noch gefesselt, mit Kapuzen über den Köpfen und dem Verbot, miteinander zu sprechen.
- Ein 16-jähriger Junge war über die Hausdurchsuchung so erschrocken, dass er aus einem Fenster im dritten Stock sprang und sich schwere Rückenverletzungen zuzog. Er hat keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten.
amnesty international fordert, dass rasch eine gründliche und unabhängige Untersuchung eingeleitet wird, deren Vorgehensweise und Resultate so bald wie möglich veröffentlicht werden müssen.
London/Wien, 5. August 2003 Amnesty Österreich
www.ai.at
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