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ISSN 1610-0611
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Hilfe für Srebrenica-Rückkehrer gesucht

Bosnien: 8. Jahrestag des Falls von Srebrenica (11.7.95)
Rückkehrer brauchen dringend Hilfe Gesellschaft für bedrohte Völker wirbt für Unterstützung

Die internationale Gemeinschaft unternimmt so gut wie nichts, um das trostlose Elend der in die Ruinen ihrer Häuser zurückgekehrten Überlebenden von Srebrenica in Ostbosnien zu lindern. Diesen Vorwurf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) am achten Jahrestag des Falls der ehemaligen ostbosnischen UN-Schutzzone (11.7.) an serbische Einsatzgruppen erhoben.

Nötig ist vor allem unbürokratische Überlebenshilfe für einen Neuanfang aus eigener Kraft. Die Rückkehrer meist die Frauen, Schwestern oder Töchter der mindestens 8.000 ermordeten Männer von Serbrenica und ihre Kinder brauchen eine Kuh, ein paar Schafe oder Ziegen, Geld für die Reparatur ihrer Häuser, für die Errichtung kleiner Betriebe für die Herstellung von Viehfutter, einer Hühnerfarm oder einer Fleischerei, sagte der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch am Freitag. Meist seien nur geringere Summen erforderlich, um den Menschen schnell und wirksam eine sinnvolle Starthilfe zu geben. Drei Viertel der Einwohner der ehemaligen Schutzzone waren Bergbauern. Die GfbV wirbt bei Persönlichkeiten, Institutionen und Hilfsorganisationen um Spenden für kleinere landwirtschaftliche Projekte sowie den Ankauf von Bienenvölkern für die Imkerei, von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten, Saatgut und Düngemitteln.

Nachdem die Mitarbeiterinnen der bosnischen GfbV-Sektion aus Sarajevo im Winter 2002/2003 in den Dörfern der Bergregion um Srebrenica Hunderte Lebensmittelpakete an notleidende Rückkehrer verteilt hatte, die die kalte Jahreszeit in Bretterverschlägen, Zelten und Ruinen durchstehen mussten, unterhält die internationale Menschenrechtsorganisation inzwischen eine Vertretung in Srebrenica, das Selbsthilfeprojekte mit anregt, Eigeninitiativen bestärkt und Spendenmittel weitergibt. Unterstützt werden zur Zeit unter anderem geplante Projekte für die Milchvieh-, Schaf- und Ziegenhaltung, ein Legehennen- und ein Hähnchenmastbetrieb, die Errichtung einer Champignonzucht und einer Anlage für die Produktion geräucherter Wurst- und Fleischwaren. Hervorzuheben sei dabei die Unterstützung des deutschen Hilfswerkes Muslime helfen e.V., der österreichischen Organisation Bauern helfen Bauern und das vorbildliche Engagement des kleinen Staates Luxemburg.

Zur Unterstützung von Restfamilien und Alleinstehenden werden außerdem einzelne
trächtige Muttertiere angekauft, deren Milch, Wolle oder Fleisch den
Rückkehrern eine äußerst bescheidene Überlebenshilfe ist. Eine hochträchtige
Milchkuh kostet etwa 750 EUR, ein Schaf 200 EUR, eine Ziege rund 150 EUR und 400
Legehennen etwa 380 EUR.





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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen/Srebrenica, den 11.07.2003
Hompage:http://www.gfbv.de
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8. Jahrestag des Falls von Srebrenica | USA: Hinrichtung jugendlicher Straftäter