Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Peru: 49.000 Indianer getötet

Peru: 49.000 Indianer getötet - GfbV fordert Gerechtigkeit

Wahrheitskommission in Peru bestätigt Tod von 49.000 Indianern
Menschenrechtler fordern Gerechtigkeit für Indianer

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag an den
peruanischen Staatspräsidenten Alejandro Toledo appelliert sich für
eine Strafverfolgung derjenigen einzusetzen, die für den gewaltsamen
Tod von rund 49.000 Indianern verantwortlich sind. Am Donnerstag
hatte eine im Juni 2001 gebildete zwölfköpfige Wahrheitskommission in
ihrem Abschlussbericht festgestellt, dass im Kampf zwischen der Armee
und der Guerilla-Bewegung „Leuchtender Pfad“ im Hochland von Peru
seit 1980 insgesamt 69.280 Menschen, unter ihnen 49.000 Indianer,
politisch motivierter Gewalt zum Opfer gefallen sind.

Der Bericht sei ein sehr ermutigender Schritt bei den Bemühungen um
Gerechtigkeit für die indianischen Opfer des Terrors in Peru und bei
den weltweiten Bemühungen um ein Ende der Straflosigkeit, erklärte
die GfbV. Die Menschenrechtsorganisation begrüßte, dass die
Kommission der Staatsanwaltschaft auch eine Liste mit den Namen von
mehr als einhundert an Menschenrechtsverletzungen beteiligten Armee-
Offizieren und Soldaten übergeben habe, um eine Strafverfolgung der
Verantwortlichen zu ermöglichen.

Die indianische Hochland-Bevölkerung sei in der Auseinandersetzung
zwischen Armee und Guerilla-Bewegung jahrelang zerrieben worden,
berichtete die GfbV. Mit Überfällen, Vergewaltigungen, Massakern und
Morden habe der „Leuchtende Pfad“ die Indianer zur Teilnahme am
Guerilla-Krieg zwingen wollen. Die Armee habe mit Gegenterror
geantwortet und wahllos ganze Dorfgemeinschaften der Indianer
vernichtet.

Sowohl die Armee als auch die maoistische Guerilla-Bewegung hätten
mit unvorstellbarer Grausamkeit Massaker an indianischen Kleinbauern
vor allem in der Region Ayacucho verübt. Die Wahrheitskommission habe
die Guerilla-Bewegung für 54 Prozent der Übergriffe verantwortlich
gemacht, die Armee für 35 Prozent. Von der Regierung unterstützte
Milizen seien an elf Prozent der Menschenrechtsverletzungen beteiligt
gewesen.



=========================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, den 29.08.2003
Hompage: http://www.gfbv.de
==========================================================


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Aktion in Belgrad - Frauen in Schwarz | Amnestie für PKK-Kämpfer gefordert