SFOR Truppen schikanieren bosnischen Rom
GfbV International protestiert gegen Rassismus in den Reihen der SFOR
Die Gesellschaft für bedrohte Völker International hat heute gemeinsam mit ihrer Sektion in Bosnien Herzegowina bei dem Kommandeur der internationalen SFOR- Streitkräfte, William Ward, gegen die schweren Misshandlungen des bosnischen Roma Mirsad Basic protestiert. Wie erst heute in Sarajevo bekannt wurde, war er bereits am 20. Juni festgenommen worden, weil er eine dunkle Hautfarbe hat und einen Vollbart trug. In dem Schreiben des Präsidenten der GfbV International, Tilman Zülch, heißt es u.a.: „Ihre Truppen haben offensichtlich kein Problem, den Angehörigen einer diskriminierten Minderheit zusammenzuschlagen, einen Invaliden, der durch eine Minenverletzung ein Bein verloren hat. Nur seiner dunklen Hautfarbe und seines Bartes wegen haben Ihre Truppen diesen Mann überfallen. Man hatte zuvor nicht einmal seine Personalien überprüft. Dieses ist nicht der erste Übergriff der unter Ihrem Kommando stehenden Truppen gegen einen bosnischen Bürger. Für die Festnahme des meistgesuchten Kriegsverbrechers Radovan Karadjic dagegen rühren Sie keinen Finger. Dieser Mann ist für den Mord an 200.000 bosnischen Zivilisten verantwortlich. Die bosnische Bevölkerung hat weder Verständnis für Ihr Versagen, noch für derartige Angriffe wie die auf das Kriegsopfer Mirsad Basic.“
========================================================= Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Inse Geismar, Pressereferentin Postfach 2024, D-37010 Goettingen Sarajevo / Göttingen, 25. Juni 2003 Hompage:http://www.gfbv.de ==========================================================
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