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ISSN 1610-0611
Newsletter


Rassismus gegen Roma in Reihen der SFOR

SFOR Truppen schikanieren bosnischen Rom

GfbV International protestiert gegen Rassismus
in den Reihen der SFOR

Die Gesellschaft für bedrohte Völker
International hat heute gemeinsam mit ihrer
Sektion in Bosnien Herzegowina bei dem
Kommandeur der internationalen SFOR-
Streitkräfte, William Ward, gegen die schweren
Misshandlungen des bosnischen Roma Mirsad Basic
protestiert. Wie erst heute in Sarajevo bekannt
wurde, war er bereits am 20. Juni festgenommen
worden, weil er eine dunkle Hautfarbe hat und
einen Vollbart trug. In dem Schreiben des
Präsidenten der GfbV International, Tilman
Zülch, heißt es u.a.: „Ihre Truppen haben
offensichtlich kein Problem, den Angehörigen
einer diskriminierten Minderheit
zusammenzuschlagen, einen Invaliden, der durch
eine Minenverletzung ein Bein verloren hat. Nur
seiner dunklen Hautfarbe und seines Bartes wegen
haben Ihre Truppen diesen Mann überfallen. Man
hatte zuvor nicht einmal seine Personalien
überprüft. Dieses ist nicht der erste Übergriff
der unter Ihrem Kommando stehenden Truppen gegen
einen bosnischen Bürger. Für die Festnahme des
meistgesuchten Kriegsverbrechers Radovan
Karadjic dagegen rühren Sie keinen Finger.
Dieser Mann ist für den Mord an 200.000
bosnischen Zivilisten verantwortlich. Die
bosnische Bevölkerung hat weder Verständnis für
Ihr Versagen, noch für derartige Angriffe wie
die auf das Kriegsopfer Mirsad Basic.“



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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Sarajevo / Göttingen, 25. Juni 2003
Hompage:http://www.gfbv.de
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