Tschetschenien: Gewalt gegen Frauen könnte eskalieren
Nach Terroranschlag in Moskau befürchten Menschenrechtler Eskalation der Gewalt auch gegen Frauen in Tschetschenien
Frauen werden immer häufiger Opfer von gewalttätigen Übergriffen russischer Sicherheitskräfte in Tschetschenien. Darauf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag warnend hingewiesen. Nach dem Anschlag mutmaßlicher tschetschenischer Attentäterinnen auf Besucher eines Rockfestivals in Moskau am vergangenen Wochenende befürchtet die Menschenrechtsorganisation, dass die Militärs letzte Hemmungen gegenüber wehrlosen Zivilisten verlieren und die Gewalt noch eskaliert.
„Immer häufiger erreichen uns erschreckende Berichte über die Verschleppung von Frauen jeden Alters, über Vergewaltigungen und Ermordungen“, sagte die GfbV-Europareferentin Sarah Reinke in Göttingen. „Es gibt keine Entschuldigung für die Selbstmordattentate, doch ihre Zahl kann noch ansteigen. Denn der Grund für diesen Terror ist das menschenverachtende Vorgehen russischer Truppen in Tschetschenien.“
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