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USA: Missachtung der Menschenrechte
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USA
PARALLELJUSTIZ SPRICHT MENSCHENRECHTEN HOHN
USA unterlaufen im 'Krieg gegen den Terrorismus' systematisch internationale Standards / ai-Interviews mit ehemaligen Häftlingen aus Guantánamo und Bagram belegen schwere Missachtung der Menschenrechte
- "Die US-Behörden haben im 'Kampf gegen den Terror' eine Paralleljustiz etabliert. Mit der Anti-Terrorgesetzgebung wurde die Gewaltenteilung in den USA faktisch aufgehoben und ein System geschaffen, in dem die Exekutive verhaftet, verhört, vor Gericht stellt und verurteilt. Dies ist eine äußerst dramatische Entwicklung", sagte der USA-Experte von amnesty international, Sumit Bhattacharyya. In einem neuen Bericht dokumentiert ai anhand von Einzelfällen Haft- und Verhörbedingungen auf US-Stützpunkten in Kuba, Afghanistan und dem Irak.
Auf der Grundlage eines Erlasses des US-Präsidenten vom 13. November 2001 können so genannte 'feindliche Kombattanten' auf unbestimmte Zeit ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren festgehalten werden und in Verfahren vor Militärkommissionen, die alle Prinzipien für faire Verhandlungen missachten, verurteilt werden. "Ein Rechtsverständnis, das 'feindlichen Kombattanten' die universellen Menschenrechte verweigert, ist ein schwerer Bruch mit internationalen Standards. Die internationale Staatengemeinschaft darf diesem erschreckenden Beispiel nicht folgen ? sie muss dafür sorgen, dass Menschenrechtsstandards unter allen Umständen eingehalten werden", sagte Bhattacharyya.
Weiterhin werden Hunderte Menschen ohne Rechtsgrundlage und ohne Kontakt zur Außenwelt von den USA festgehalten. Interviews, die ai-Vertreter mit ehemaligen Gefangenen geführt haben, zeugen von menschenunwürdigen Haftbedingungen und Verhörmethoden, die mit Folter gleichzusetzen sind. amnesty international hat die US-Regierung aufgefordert, die Militärverordnung unverzüglich aufzuheben und keine Verfahren vor Militärkommissionen zuzulassen. Internationale Beobachter müssen Zugang zu allen Gefangenenlagern erhalten. Gefangene, denen keine Straftaten zur Last gelegt werden können, müssen freigelassen und entschädigt werden.
Den ai-Bericht "The threat of a bad example: Undermining international standards as 'War on Terror' continues" finden Sie unter:
http://web.amnesty.org/library/Index/ENGAMR511142003
oder hier als pdf-dokument [246 KB]
Berlin, 19. August 2003 Menschenrechtsarbeit ist nicht umsonst. Wenn Sie die Arbeit von amnesty international auch finanziell unterstützen möchten, können Sie das ganz einfach hier tun:
https://www2.amnesty.de/internet/formulare.nsf/Spenden Oder spenden Sie auf das Konto 80 90 100, Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00
www.amnesty.de
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Subject: PA: Paralleljustiz in USA ist Hohn für Menschenrechte!
ai zu USA: Paralleljustiz ist Hohn für Menschenrechte
In einem neuen Bericht dokumentiert amnesty international (ai) anhand von Einzelfällen Haft- und Verhörbedingungen auf US-Stützpunkten in Kuba, Afghanistan und dem Irak. "Die US-Behörden haben im 'Kampf gegen den Terror' eine Paralleljustiz etabliert. Mit der Anti-Terrorgesetzgebung wurde die Gewaltenteilung in den USA faktisch aufgehoben und ein System geschaffen, in dem die Exekutive verhaftet, verhört, vor Gericht stellt und verurteilt. Dies ist eine äußerst dramatische Entwicklung", so Michaela Klement, Pressesprecherin von ai-Österreich.
Auf der Grundlage eines Erlasses des US-Präsidenten vom 13. November 2001 können so genannte nicht näher definierte 'feindliche Kombattanten' auf unbestimmte Zeit ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren festgehalten werden und in Verfahren vor Militärkommissionen, die alle Prinzipien für faire Verhandlungen missachten, verurteilt werden. "Ein Rechtsverständnis, das 'feindlichen Kombattanten' die universellen Menschenrechte verweigert, ist ein schwerer Bruch mit internationalen Standards. Die internationale Staatengemeinschaft darf diesem erschreckenden Beispiel nicht folgen, im Gegenteil muss sie dafür sorgen, dass Menschenrechtsstandards unter allen Umständen eingehalten werden", so Klement.
Nach wie zuvor werden Hunderte Menschen ohne Rechtsgrundlage und ohne Kontakt zur Außenwelt und Rechtsbeiständen von den USA festgehalten. Interviews, die ai-Vertreter mit ehemaligen Gefangenen geführt haben, zeugen von menschenunwürdigen Haftbedingungen und Verhörmethoden, die mit Folter gleichzusetzen sind. ai hat die US-Regierung aufgefordert, die Militärverordnung unverzüglich aufzuheben und keine Verfahren mehr vor Militärkommissionen zuzulassen. Internationale Beobachter müssen Zugang zu allen Gefangenenlagern erhalten. Gefangene, denen keine Straftaten zur Last gelegt werden können, müssen freigelassen und entschädigt werden.
London/Wien, 19. August 2003 Michaela Klement - Presse -
www.amnesty.at
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Schicksal von 100 verschwundenen Deutschen | Aktion in Belgrad - Frauen in Schwarz
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