Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt Natur Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Vom Aussterben bedroht

Rote Liste immer länger

WWF fordert angesichts 12.259 bedrohter Arten verstärkte Schutzmaßnahmen

Jetzt ist es amtlich: Der Guatemala-Brüllaffe, der Buschmannhase, der Mekong-Riesenwels und der Goldstirn- Klammeraffe sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Damit stehen Sie ganz oben auf der heute vorgelegten Roten Liste der bedrohten Arten, die im Hinblick auf den Erhalt der Biodiversität unseres Planeten ein ernüchterndes Bild zeichnet. Insgesamt ordnet die neueste Bestandsaufnahme der Weltnaturschutzunion (IUCN) inzwischen 12.259 Tier- und Pflanzenarten in neun Gefährdungskategorien ein. Das sind 1.092 mehr als im Jahr 2002.

„Das heutige Artensterben ist 10.000 Mal schneller als das Grundrauschen der Evolution“, erläutert Roland Melisch vom WWF
Deutschland. Immer wieder seien neue Arten aufgetaucht und andere von der Erdoberfläche verschwunden, die Artenvielfalt habe jedoch niemals so rapide abgenommen wie heute. Der Artenschutzexperte nennt dafür drei Hauptgründe: Den Verlust der Lebensräume, etwa durch Abholzung von Wäldern oder Trockenlegung von Feuchtgebieten, die Ansiedlung von invasiven Fremdarten, die heimische Flora und Fauna verdrängen, sowie die anhaltende Übernutzung von Tier- und Pflanzenarten.

So sind die Beständen des Mekong-Riesenwels, bei dem es sich um einen der größten Süßwasserfische der Welt handelt, in den letzten 13
Jahren um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Heimisch ist dieser bis zu 300 Kilogramm schwere Fisch im Einzugsgebiet des Mekongflusses. Dort haben ihm Überfischung und die Verbauung der Flussauen so stark zugesetzt, dass er auf der neuen Roten Liste zu den unmittelbar vom Aussterben bedrohten Arten gezählt wird.

Einziger Lichtblick für den WWF: Nach mehr als 30 Jahren intensiver Schutzbemühungen hat sich der Bestand der in Brasilien heimischen
Goldlöwenäffchen erholt und umfasst nach jüngsten Erkenntnissen wieder über 1.000 Exemplare. Deshalb werden die Äffchen, die in den 70er Jahren kurz vor der Ausrottung standen, auf der neuen Roten Liste lediglich als „stark gefährdet“ eingestuft.

WWF-Experte Roland Melisch: „Die Wiederaufforstung der verlorenen Lebensräume im brasilianischen Regenwald und die Einrichtung
grüner Korridore zur Vernetzung der verbliebenen Refugien haben diesen Erfolg möglich gemacht. Wenn wir die jeweils notwendigen Schutzmaßnahmen nicht sofort weltweit zur Anwendung bringen, wird der Mensch auf diesem Planeten bald sehr einsam sein.“



Frankfurt a. M., 18.11.2003:
Christian Teriete, Pressestelle WWF Deutschland
Roland Melisch, Leiter Artenschutz/TRAFFIC beim WWF Deutschland

Weitere Informationen unter:
http://www.wwf.de/


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Abholzung begünstigte Flutkatastrophe