Der Tierschutzverein animal public warnt vor den Gefahren des zunehmenden Exotenhandels
Bereits 19 Menschen haben sich in den USA mit Affenpocken infiziert. Die Gesundheitsbehörden gaben eine landesweite Warnung vor der gefährlichen Krankheit heraus. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Krankheit von einer aus Gambia stammenden Hamsterratte eingeschleppt und von infizierten Präriehunden übertragen – zwei Tierarten die zunehmend auch in Deutschland gehandelt und gehalten werden. Tierschützer des Vereins animal public konnten bei der letzten Exotenbörse in Hamm den sorglosen Verkauf von wildgefangenen Präriehunden aus den USA sowie von Gambia- Riesenhamsterratten dokumentieren. Schon lange warnt der Verein vor den Gefahren des zunehmenden Exotenhandels.
Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins animal public: „Es werden immer ausgefallenere Wildtiere importiert, um die Nachfrage der Halter zu befriedigen. Viele der Tiere sind Wildfänge. Über ihre Lebensweisen und die Krankheiten, die sie übertragen können, ist nur wenig bekannt." Eine Gefahr die bislang kaum ernst genommen wird. Dabei könnten bereits mit Affenpocken infizierte Präriehunde nach Deutschland gelangt sein. Denn der überwiegende Teil der hierzulande gehandelten Präriehunde wird aus den USA importiert.
Laura Zimprich weiter: „Der Import von wildgefangenen Tieren konfrontiert uns mit immer neuen Tierschutz-, Artenschutz und Seuchenproblemen. Es besteht zudem die dringende Gefahr, dass bei Exotenbörsen Krankheiten in ungeahntem Ausmaß verbreitet werden. animal public fordert deshalb einen Importstop von Wildfängen und ein Verbot von Exotenbörsen."
10.06.2003 animal public e.V. Postfach 110 121 40501 Düsseldorf internet www.animal-public.de