Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Gewalt gegen Journalisten hält an

Kolumbien: Gewalt gegen Journalisten hält an

Reporter ohne Grenzen (RoG) ist bestürzt über die Ermordung von zwei
Journalisten innerhalb von 48 Stunden in Kolumbien und fordert die Behörden
auf, alles zu unternehmen, um die Verantwortlichen zu ermitteln und zu
bestrafen. Die Zahl der in diesem Jahr ums Leben gekommenen Journalisten
steigt somit auf 17.

Der Radio-Moderator Jaime Rengifo Jr. wurde am Dienstag, den 29. April von
zwei Männern in Maicao (Verwaltungsbezirk Guajira) erschossen. In seiner
Sendung 'Journalisten in Aktion' des Radio Olímpica, informierte Rengifo
seine Hörer u.a. über Korruption und Gewalt krimineller und
paramilitärischer Gruppen. Einen Tag zuvor war der TV-Produzent und
Moderator des lokalen Senders Altavisón, Guillermo Bravo Vega in Neiva
(Verwaltungsbezirk Huila) durch gezielte Schüsse tödlich verletzt worden.
Kollegen und Familienangehörige gaben an, Vega habe Todesdrohung von der
paramilitärischen Gruppe AUC erhalten. In beiden Fällen entkamen die Täter
unerkannt.
"Wir gehen davon aus, dass beide Mordfälle im Zusammenhang mit der
journalistischen Tätigkeit der Opfer stehen", erklärt Robert Ménard,
Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen in einem Brief an den
Oberstaatsanwalt Luis Camilo Osorio. "Es ist höchste Zeit, dass Kolumbien
den Teufelskreis der Straflosigkeit durchbricht. Wenn man diese Morde
wieder straflos ausgehen lässt, akzeptiert man, dass sich solche Verbrechen
wiederholen", schreibt Ménard.

Seit Januar 2003 starben bereits vier Journalisten in Kolumbien. Mehr als
50 sind in den letzten 10 Jahren getötet worden. Kolumbien sei damit eines
der gefährlichsten Länder der westlichen Hemisphäre, teilt die
internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit mit. Sowohl
die linksgerichtete Guerilla als auch die rechtsgerichteten Paramilitärs
betrachten Journalisten als militärische Ziele, sobald sie sie
verdächtigen, das andere Lage zu unterstützen. Außerdem geraten
Journalisten wegen ihrer Berichte über Drogenhandel und Korruption ins
Visier.

Carlos Castaño von der paramilitärischen AUC, Maunel Marulanda von der
marxistischen Guerilla FARC und Nicolas Rodríguez Bautista von der ELN
stehen auf der von RoG erstellten Liste der schärfsten Feinde der
Pressefreiheit.



Berlin, 2. Mai 2003
Sabina Strunk
www.reporter-ohne-grenzen.de / www.rsf.org
Reporter ohne Grenzen
Skalitzer Straße 101, 10997 Berlin
Germany


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Tag der Pressefreiheit | Versteigerung