Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Verurteilung von zwei europäischen Journalisten

Laos
Scharfe Kritik von Reporter ohne Grenzen an der
Verurteilung von zwei europäischen Journalisten

Reporter ohne Grenzen ist schockiert über die Verurteilung der seit 4. Juni
in Laos festgehaltenen europäischen Journalisten Thierry Falise und Vincent
Reynaud. Nach einem zweistündigen Prozess verurteilte das Gericht in
Phonsavan gestern die beiden Journalisten wegen der "Behinderung der
Staatsmacht" zu einer Haftstrafe von jeweils 15 Jahren.

"Wir sind empört über die außerordentliche Härte des Gerichts. Diese Farce
von einem Prozess, bei dem das Schicksal der beiden Journalisten vorher
bereits längst besiegelt war, zeugt von der totalitären Natur des
laotischen Regimes", erklärte Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter
ohne Grenzen.

Die Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit forderte die USA auf,
ihre Gespräche über ein Handelsabkommen mit Laos einzufrieren und
appelliert an die europäischen Länder und die EU, harte Maßnahmen gegen das
Land einzuleiten. Auch von der Organisation frankofoner Länder erwartet die
Menschenrechtsorganisation Sanktionen gegenüber Laos.

Bei den Verurteilten handelt es sich um den belgischen Journalisten und
Mitarbeiter der französischen Wochenzeitschrift L'Express Thierry Falise
sowie um den französischen Kameramann Vincent Reynaud. Zusammen mit den
beiden europäischen Journalisten wurde auch der US-Staatsbürger laotischer
Herkunft Naw Karl Mua zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Er gehört zur
Minderheit der Hmong und hatte die beiden als Dolmetscher begleitet. Über
das genaue Strafmaß in seinem Fall und das Schicksal der mitangeklagten
vier laotischen Begleiter ist bis jetzt noch nichts bekannt.

Thierry Falise und Vincent Reynaud waren am 4. Juni in Begleitung von Naw
Karl Mua und vier Laoten in der Provinz Xieng Khuang festgenommen worden.
Sie waren dabei, eine Reportage über die Lage der Minderheit Hmong
fertigzustellen, als sie zwischen die Fronten der kämpfenden Rebellen und
der laotische Armee gerieten. Ein Teil des Bergvolkes Hmong leistet bis
heute Widerstand gegen die kommunistische Regierung in Vientiane. In der
Vergangenheit hat die laotische Regierung immer wieder aufflammende Kämpfe
bestritten und Informationen aus dem Gebiet massiv unterdrückt.



Berlin, 1. Juli 2003
Sabina Strunk
www.reporter-ohne-grenzen.de / www.rsf.org

Reporter ohne Grenzen
Skalitzer Straße 101, 10997 Berlin
Germany


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Änderung des Wahlrechts in Russland | Laos: Freilassung v. Th. Falise und V. Reynaud