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ISSN 1610-0611
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Export der Hanauer Atomfabrik

ROBIN WOOD protestiert gegen Export der Hanauer Atomfabrik nach China

ROBIN WOOD fordert Außenminister Joschka Fischer auf, dem Export der Hanauer
Plutoniumfabrik nach China nicht zuzustimmen und alle rechtlichen
Möglichkeiten zu prüfen, das Geschäft zu unterbinden. "Eine Technologie, die
hier wegen unberechenbarer Gefahren abzulehnen ist, ist auch in China und
anderswo nicht akzeptabel. Der Export der Anlage ist unverantwortlich",
erklärt Angelika Gunkel von ROBIN WOOD.

Der Betrieb der Plutoniumfabrik ist abzulehnen, weil sie waffenfähiges
Plutonium erzeugen kann. Der Umgang mit Plutonium ist hochgefährlich sowohl
für die Menschen, die mit dem Stoff umgehen als auch für die Menschen in der
Umgebung einer Mischoxid-Anlage. Durch Lagerung und Transport entstehen
weitere Risiken. Bei einem großen Störfall mit Freisetzung von Spaltstoffen
würde eine große Menge an Plutonium freigesetzt. Selbst abgebrannte
MOX-Brennstäbe besitzen ein größeres Schadstoffinventar als herkömmliche
Brennstäbe. Dieses birgt weitere Risiken bei einer Wiederaufarbeitung, über
die China bisher nur verhandelt, die jedoch durch die MOX-Anlage nötig wird.
Die Menge an radioaktivem Abfall wird bei der so genannten
Wiederaufarbeitung vergrößert. Alle Argumente gegen den Einsatz von
MOX-Brennelementen in Deutschland und anderswo gelten auch in China.

Kontraproduktiv ist es, China bei seinem Weg in die Plutoniumwirtschaft -
ein schneller Brüter ist derzeit im Bau - noch zu unterstützen. "Es ist
beschämend für Deutschland, wenn statt Zunkunftstechnologien eine
Technologie exportiert würde, die die Welt unsicherer macht, gleichgültig,
ob sie militärisch für einen neuen Rüstungswettlauf - auch im All - oder in
Atomkraftwerken auch russischer Bauart eingesetzt würde. Die MOX-Anlage
gehört endlich in die Schrottpresse oder ins Museum - als mahnendes Beispiel
für gefährliche Irrwege der Technologie."

Bereits die Zustimmung zu Hermes-Bürgschaften für die Beteiligung von
Siemens am Bau von zwei Atomkraftwerken russischer Bauart in einer
Sonderwirtschaftszone in China waren Fehler, ein weiterer sollte vermieden
werden.


Hamburg, 3. Dezember 2003
Ute Bertrand
ROBIN WOOD-Pressesprecherin
www.robinwood.de


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Keine Siemens-Plutoniumfabrik nach China