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ISSN 1610-0611
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Müttersterblichkeit in Afrika

Jedes Jahr sterben 529.000 Mütter bei der Geburt

UNICEF: Müttersterblichkeit in Afrika am höchsten

Frauen im südlichen Afrika haben weltweit das höchste Risiko, an den Folgen einer Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes zu sterben. Von den weltweit 529.000 Todesfällen entfällt fast die Hälfte auf die afrikanischen Länder südlich der Sahara. In den Ländern südlich der Sahara überlebt eine von 16 Schwangeren die Geburt ihres Kindes nicht. Zum Vergleich: in Deutschland liegt das Risiko bei 1 zu 8.000. Dies ist das Ergebnis einer weltweiten Studie zur Müttersterblichkeit, die UNICEF zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen UNFPA in Genf und New York vorstellt. Dabei zeigen Erfahrungen aus erfolgreichen Programmen zur Verbesserung der Müttergesundheit, dass die meisten dieser Todesfälle vermeidbar wären, wenn die Frauen während Schwangerschaft und Geburt von ausgebildeten Hebammen betreut würden und bei Komplikationen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen hätten.

„Die erschreckend hohe Müttersterblichkeit darf nicht länger hingenommen werden. Insbesondere im südlichen Afrika müssen dringend flächendeckend Noteinrichtungen zur Geburtshilfe geschaffen werden“, sagte UNICEF-Direktorin Carol Bellamy. Weiter muss der Zugang zu qualifizierten Programmen der Familienplanung verbessert werden, um zum Beispiel Teenagerschwangerschaften zu vermeiden und den zeitlichen Abstand zwischen den Geburten zu vergrößern.

Die wenigsten Schwangeren in den ländlichen Regionen der Entwicklungsländer werden während der Schwangerschaft medizinisch untersucht und betreut. Mögliche Komplikationen werden deshalb nur selten und dann häufig zu spät erkannt. Meist bringen die Frauen ihre Kinder allein im Kreis ihrer Familie oder im Beisein anderer Frauen zur Welt. Lediglich bei der Hälfte der Geburten in den Entwicklungsländern sind ausgebildete Hebammen dabei. Gesundheitsstationen oder Krankenhäuser, in denen Notfälle behandelt werden können, sind selten. Hinzu kommt, dass die Schwangeren häufig gesundheitlich geschwächt sind. Denn meist müssen sie weiter voll im Haushalt und auf dem Feld arbeiten. Viele sind chronisch mangelernährt und leiden unter Blutarmut.

Im weltweiten Durchschnitt liegt die Müttersterblichkeit bei 400 pro 100.000 Geburten. Doch es gibt große regionale Unterschiede. Die Rate liegt in Afrika bei 830, in Asien bei 330, in der Pazifikregion bei 240 und der Karibik bei 190 Todesfällen pro 100.000 Geburten. Rund 70 Prozent der Todesfälle entfallen auf 13 Entwicklungsländer. Allein in Indien sterben jedes Jahr 136.000 Mütter während der Schwangerschaft oder bei der Geburt; in Nigeria sind es 37.000.

Weitere Informationen unter www.unicef.de





Köln, den 20.10.2003
Angelika Söhne
UNICEF Deutschland
Höninger Weg 104
50969 Köln
web: www.unicef.de


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