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ISSN 1610-0611
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Hunger nimmt in der Welt zu

Hunger nimmt in der Welt zu - neoliberale Globalisierung gescheitert
FAO-Maßnahmen stehen im Widerspruch zu Weltbank, IWF und WTO

Im gestern veröffentlichten Welternährungssicherheitsbericht wartete
die Welternährungsorganisation FAO mit alarmierenden Daten auf: Seit
Mitte der neunziger Jahre ist der Hunger weltweit wieder auf dem
Vormarsch, obwohl in China die Zahl der Hungernden deutlich
zurückgegangen ist. Insgesamt hat die Zahl der Hungernden seit Mitte
der neunziger Jahre um 18 Millionen zugenommen, nachdem sie in der
ersten Hälfte der neunziger Jahre um 37 Millionen zurückgegangen war.

"Das ist wohl der eindrucksvollste und schmerzlichste Beweis dafür,
dass die neoliberale Globalisierung gescheitert ist", kommentiert
Karin Küblböck von Attac Österreich die millionenfache menschliche
Katastrophe. "Die Politiken von Weltbank, Währungsfonds und der
Marktöffnungsfundamentalismus der WTO haben vorrangig die Interessen
der multinationalen Konzerne und der finanziellen Gläubiger im Auge,
und nicht die Armen und Hungernden", so Küblböck.

Alle von der FAO vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Hungers
stehen nach Ansicht von Attac im Widerspruch zu den Zielen der
"unheiligen Triade" Weltbank, IWF und Währungsfonds: 1. Die Erhöhung
der Bodenproduktivität in armen ländlichen Regionen würde wirksame
Landreformen, zinslose Kredite und Gratisbildungsangebote für
Kleinbauern und -bäuerInnen voraussetzen - alles böhmische Dörfer für
die neoliberalen Institutionen. 2. Der Schutz der Naturressourcen ist
durch niemanden stärker gefährdet als durch die Erschließungskredite
der Weltbank und die Handelsliberalisierung der WTO. 3. Der Ausweitung
der Infrastruktur am Land steht wiederum die WTO im Weg, weil sie die
Grundinfrastruktur multinationalen Konzernen überlassen möchte, die
sich nur für Ballungsgebiete interessieren. 4. Der Zugang zu
Nahrungsmitteln für die Ärmsten wird durch Freihandel im Agrarbereich
- wodurch den die besten Böden auf Export umgestellt werden - und
durch die Streichung von Nahrungsmittelsubventionen - eine Spezialtiät
des IWF - konterkariert.

"Die steigenden Hungerzahlen sind ein läutendes Alarmzeichen für einen
dringenden Kurswechsel in der Globalisierung", so Küblböck. Anstelle
von überhasteter Marktöffnung, Hochzinspolitik und
Wunschkonzertpolitik für multinationale Konzerne braucht es die
Förderung lokaler Entwicklung mit zinsfreien Kredite und Investitionen
in die frei zugängliche Daseinsvorsorge, höhere Hilfsgelderflüsse
durch die Tobinsteuer, Entschuldung der Ärmsten und fairen Handel
anstelle von Freihandel", so Küblböck abschließend.





Karin Küblböck
Oliver Moldenhauer
Attac Deutschland & Attac Österreich
Gemeinsame Pressemitteilung
Wien/Berlin, 26. November 2003

www.attac.de


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