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ISSN 1610-0611
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Nato in Bosnien kapituliert vor Karadzic u. Mladic

Bosnien:
Nato in Bosnien kapituliert vor Hauptkriegsverbrechern Karadzic und Mladic

Mit der geplanten Reduzierung ihrer Truppen in Bosnien um 5.000 Mann
„kapituliert“ die Nato nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte
Völker (GfbV) vor den beiden Hauptkriegsverbrechern Radovan Karadzic
und Ratko Mladic. „Für diese beiden mit internationalem Haftbefehl
gesuchten Hauptverantwortlichen für den Völkermord an 200.000
überwiegend muslimischen Bosniern muss die Verringerung der
Truppenstärke von 12.000 auf nur noch 7.000 Soldaten ein Triumph
sein“, kritisierte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Dienstag.
Die bosniakischen Rückkehrer und Vertriebenen aus dem serbisch
kontrollierten Teil des Landes werde diese Entscheidung der
Verteidigungsminister der Nato-Länder in noch größere Verunsicherung
treiben, nationalistische Tendenzen in der Republika Srpska jedoch
würden verstärkt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bosnischen GfbV-Sektion, die die
Rückkehrerbewegungen unter anderem in Prijedor und Srebrenica
unterstützen, berichteten immer wieder, dass Nichtserben dort nach
wie vor mit Menschenrechtsverletzungen rechnen müssten. Von den
Behörden und Sicherheitskräften würden viele so sehr diskriminiert
und schikaniert, dass sie zum zweiten Mal die Flucht ergreifen
müssten. Wer trotzdem bleiben wolle, bekäme insbesondere im
öffentlichen Bereich wie in Schulen, bei Behörden oder bei der
Polizei keine Arbeit, obwohl die Bosniaken (Muslime) in weiten
Teilen der Republika Srpska vor dem Krieg in der Mehrheit waren. Dort
beherrschten heute die in der Serbischen Demokratischen Partei SDS
organisierten Anhänger von Radovan Karadzic im Wesentlichen
Administration und Politik.

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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, den 02.12.2003
Hompage: http://www.gfbv.de
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