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50. Welt-Lepra-Tag
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L E P R A B E S I E G E N K R A N K E H E I L E N E N T W I C K L U N G F Ö R D E R N
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Aufruf zum 50. Welt-Lepra-Tag von Dr. Horst Frank
Präsident der „Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.“
Als der französische Anwalt und Philosoph Raoul Follereau vor 50 Jahren den letzten Januarsonntag zum Welt-Lepra-Tag ausrief, zählte die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) weltweit 15 Millionen Leprakranke. Es gab kein Medikament, das die Lepra heilen konnte. Frauen, Männer und Kinder, die an Lepra erkrankten, wurden aus ihrer Familie und aus ihrer Gemeinschaft ausgestoßen. Sich um diese Ausgestoßenen zu kümmern, hieß, sie barmherzig in Leprosarien zu verwahren. Kein Weg führte zurück ins Leben. Die Schar der Vergessenen wurde mit jedem Kranken größer.
Lepra besiegen Viel ist geschehen in diesen 50 Jahren. Zwar konnte die Krankheit nicht besiegt werden, aber die entwickelten Medikamente sind in der Lage, sie zu heilen. Kranken, die rechtzeitig zur Behandlung kommen, bleiben Behinderungen, der damit verbundene soziale Abstieg und der Teufelskreis der Armut erspart. Dennoch: in den letzten zehn Jahren wurden und werden noch immer weltweit alljährlich etwa 700.000 neue Leprakranke gefunden. Ein Sieg über die Lepra in naher Zukunft ist also nicht in Sicht.
Kranke heilen Wer vor 50 Jahren an Lepra erkrankte, zog sich nicht nur eine medizinisch, sondern auch sozial nicht heilbare Krankheit zu. Lepra bedeutete lebenslange Behandlung ohne Aussicht auf Heilung und ein Dahinvegetieren ohne Perspektive am Rande der Gesellschaft. „Leben heißt, anderen leben zu helfen“, sagte Raoul Follereau und wandte sich damit gegen E-goismus, soziale Ungerechtigkeit, Ignoranz und Fanatismus. Mit der Mög-lichkeit, die Krankheit medizinisch zu heilen, eröffnete sich für uns auch die Chance, den Patienten zu einem Leben in Würde und wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu verhelfen. Dennoch: die konstante Zahl an neuen Leprakranken verpflichtet uns noch über Jahre, uns um die Patienten medizinisch und sozial zu küm-mern.
Entwicklung fördern Raoul Follereaus Begriff von Entwicklung war radikal: er ließ den Menschen die Wahl, entweder so weiter zu machen und sich gegenseitig zu vernichten, oder zu lernen, einander zu verstehen, zu respektieren und zu dienen. Doch Entwicklung ist ein langer Prozess der gemeinsamen beharrlichen kleinen Schritte. In den 46 Jahren ihrer Existenz ist es der „Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe“ gelungen, zusammen mit ihren Partnern Schritt für Schritt Strukturen zu schaffen, die den Patienten dienen. Die Lepradienste waren und sind häufig die einzigen funktionierenden Gesundheitssysteme in Ländern mit unzulänglicher Infrastruktur. Kleinkreditprogramme verhelfen den geheilten Menschen zu einer Existenzgrundlage. Heute können wir die von uns geschaffenen Strukturen dazu nutzen, Menschen, die an Lepra oder anderen Krankheiten wie Tuberkulose oder AIDS leiden, medizinische Heilung und eine soziale Perspektive zu bringen. Beides dient der Entwicklung des Einzelnen und letztlich der ganzen Gesellschaft.
Wir rufen deshalb anlässlich des 50. Welt-Lepra-Tages am Sonntag, dem 26. Januar 2003 unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland auf, uns nach Kräften darin zu unterstützen, dass wir auch in Zukunft dafür arbeiten können, die Lepra zu besiegen, Kranke zu heilen und Entwicklung zu fördern.
Informationen bei http://www.dahw.de
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L E P R A K R A N K E I N T O G O , N I G E R U N D P E R U
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Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden noch immer etwa 1,2 Millionen Menschen an Lepra. Weltweit wurden 2001 etwa 760.000 neue Fälle entdeckt. Die Leprabakterien befallen Haut und Nerven und führen zu Gefühllosigkeit. Wenn im späteren Krankheitsverlauf Gliedmaßen abfaulen, werden die Betroffenen oft isoliert und in ein Leben am Rande der Gesellschaft gedrängt.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) versorgt Leprakranke in Togo, Niger und Peru - Länder, in denen die Armutskrankheit Lepra weit verbreitet ist.
Mit insgesamt 350.000 Euro aus dem Nachlass eines Spenderpaares trainiert das Rote Kreuz freiwillige Helfer im Bereich der Lepravorsorge und behandlung, damit sie Erkrankte pflegen können. In Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden machen Mitarbeiter in den Dörfern die oft isolierten Betroffenen ausfindig und unterstützen sie. Zudem klärt das Rote Kreuz die Bevölkerung über die Krankheit auf, die heilbar ist, wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt wird.
Darüber hinaus unterstützt das DRK in Zusammenarbeit mit den lokalen Rotkreuz-Gesellschaften Leprastationen in Togo und Peru. Die Mitarbeiter richten Schlafsäle, Küchen und Werkstätten ein, bauen Latrinen und verteilen Saatgut, damit sich die Bewohner langfristig selbst versorgen können.
Informationen bei http://www.drk.de/
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" W I R W A R T E N N I C H T B I S D I E K R A N K E N K O M M E N . "
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25 Jahre Lepra-Nationalprogramm in Tansania
Wenn abends die Sonne am Horizont versinkt und die Hitze des Tages erträglichen Temperaturen weicht, dann streifen die Menschen in Kola Ndoto die Last des Alltags ab. Sie folgen dem Klang der Trommeln und Gitarren, hocken sich nieder und lauschen den rhythmischen Gesängen des Dorfchores. Während die Sängerinnen klatschend ihre Hüften wiegen, steht zwischen den Musikern mit stoischer Ruhe ein stattlicher Mann. Die Gitarre um den Hals, zupft er lächelnd seine Akkorde. Und es scheint, als finde Dr. Emanuel Mwandu in der Musik Entspannung von all den harten Arbeitstagen, an denen er rund um die Uhr im Dienst an seinen Patienten steht. Kola Ndoto liegt etwa 200 Kilometer südlich des Viktoria-Sees im Nordwesten Tansanias.
Doch selbst in seiner Freizeit widmet sich Dr. Mwandu seiner Lebensaufgabe: der Bekämpfung des Leides, das die Krankheit Lepra über die Menschen seiner tansanischen Heimat bringt. "Tuma Ini", zu deutsch "Hoffnung", nennen sich die Musiker und Sänger seiner Band. Ihre selbst komponierten Lieder handeln vom Traum eines besseren Lebens, von der Sehnsucht nach Gemeinschaft und dem Vertrauen auf Gott. Und davon, dass Menschen sich mit ihrer Borniertheit und Unwissenheit bisweilen selber im Weg stehen. Niemand weiß das besser als die ehemaligen Leprapatienten, die heute in Kola Ndoto leben und von denen einige im Chor "Tuma Ini" mitsingen.
"Diese Menschen wurden aus ihren Familien ausgeschlossen, nicht weil sie Lepra hatten, sondern weil die Leute glaubten, Lepra sei ein unheilbares Übel", erklärt Dr. Mwandu, der Direktor des Leprahospitals von Kola Ndoto. "Als Kranke wurden sie aus ihren Dörfern verstoßen, weil niemand wusste, dass es Medikamente gibt, mit denen die Lepra auf Dauer zu heilen ist."
Deshalb ziehen der Chirurg und seine spielfreudigen Musikanten an den Wochenenden übers Land. "Wenn du helle Flecken auf deiner Haut entdeckst, geh ins Spital und nicht zum Hexendoktor", heißt es in einem der Songs. "Lepra ist heilbar", lautet die aufklärende und unterhaltsame musikalische Botschaft. Um sie unter die Bewohner in den lepragefährdeten Regionen zu bringen, produzieren die Musiker sogar ein professionelles Video. Das wird künftig in den öffentlichen Lokalen gespielt. "Für Leute", so Emanuel Mwandu, "die nicht lesen und schreiben können, aber gern Musik hören." Und davon gibt es viele in der Shinyanga- Region zu der Kola Ndoto gehört. Eine staubtrockene Gegend, in der die bitterarmen Ackerbauern dem kargen Boden kaum etwas Grünes abringen.
In dem Dorf Tabora verdiente Samuel Lupuga seinen Lebensunterhalt als Ziegenhirte. Bis sich die typischen Flecken auf der Haut des 32-jährigen ausbreiteten, als helle Hautpartien, die mit der Zeit völlig gefühllos wurden. "Natürlich bin ich sofort zu dem Heiler in unserem Dorf gegangen", erzählt Samuel. "Der meinte, ich hätte eine unbekannte Krankheit. Er gab mir Kräuter zum Einreiben und warnte mich strengstens davor, in ein Krankenhaus zu gehen. Da käme ein Mensch wie ich nicht lebend wieder heraus." Samuel glaubte dem traditionellen Heiler und verzichtete auf die rettenden Medikamente. Das brachte ihn an die Schwelle des Todes.
Als Dr. Mwandu vor einem Jahr während einer Visite in Tabora von Samuel erfuhr, hatte der Schwerkranke bereits niemanden mehr, der für ihn sorgte. Seine Ehefrau hatte ihn verlassen und war zu ihren Eltern zurückgekehrt. Seine eigene Familie und die Dorfgemeinschaft hatten ihn ausgestoßen. "Ich fand einen Mann, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war", so Dr. Mwandu. Samuel konnte seine Füße nicht mehr bewegen und kroch fast nackt durch den Staub. Der linke Fuß und die linke Hand waren völlig verkrüppelt und lebensbedrohlich vereitert. "Als ich ihn bat, die Augenlider zu schließen, war er aufgrund der Nervenschädigung dazu nicht in der Lage. Samuel rollte nur die Augäpfel nach oben", erzählt der Mediziner. Sein Patient nickt bestätigend. Und lacht. Samuel weiß, dass er das Leben jenem Mann verdankt, der ihn vor einem Jahr sofort in seinen Geländewagen packte und mit in das Hospital von Kola Ndoto nahm.
Mehrfach wurde Samuel Lupuga inzwischen an Füßen, Händen und im Gesicht operiert. Mit erstaunlichem Erfolg. Dr. Mwandu, der unter anderem in den USA studierte und in den Niederlanden seine Fähigkeiten als Chirurg verfeinerte, gilt als der Spezialist für plastische Chirurgie in Tansania. Allein im letzten Jahr hat Mwandu fast 200 Patienten operiert, knapp die Hälfte daon waren wiederherstellende chirurgische Eingriffe, die Menschen mit schwersten Behinderungen große Erleichterung verschafft haben. Dank komplizierter Transplantationen von gesunden Muskeln, Nerven und Sehnen in die zerstörten Gliedmaßen ist auch Samuel Lupuga heute in der Lage seine Hände und Füße wieder ein Stück weit zu bewegen. Sein Augenlicht konnte zum Teil gerettet werden. Er muss jetzt eine Kaubewegung machen, damit sich seine Lider schließen. "Daran gewöhnt man sich schnell", meint der zufriedene Patient, der sogar hofft, schon bald in sein Dorf zurückkehren zu können. Seine Eltern haben ihn schon mehrfach besucht. Was ungewöhnlich ist, doch Aufklärungsgespräche mit den Angehörigen haben den Familienmitgliedern die Angst vor der Lepra genommen.
In dieser Informationsarbeit liegt ein zentrales Anliegen des Nationalen Lepra- und Tuberkulose-Kontrollprogramms, das die tansanische Regierung vor genau 25 Jahren in enger Partnerschaft mit der "Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe" ins Leben gerufen hat. Im Zentrum des Programms stehen neben der klinischen Hilfe und der Medikamentenversorgung vor allem vorbeugende Maßnahmen, um schwere Behinderungen wie die Samuel Lupugas durch rechtzeitige Vorsorge von vornherein zu vermeiden. Deshalb haben das tansanische Gesundheitsministerium und die "Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe" ein engmaschiges Netzwerk lokaler und überregionaler Tuberkulose- und Leprakoordinatoren aufgebaut. Das heißt, so Dr. Mahmut Msahari, Koordinator für die Region Shinyanga, in der auch das Leprahospital von Kola Ndoto liegt: "Wir warten nicht passiv, bis ein Patient zu einer unserer medizinischen Basisstationen kommt, sondern wir versuchen aktiv die Betroffenen zu finden."
Was nicht ganz einfach ist. Denn die katastrophalen Straßenverhältnisse in Tansania erschweren den Zugang zu ungezählten Dörfern. Auf dem Landweg sind riesige Gebiete während der Regenzeit monatelang überhaupt nicht zu erreichen. Um unter solch widrigen Bedingungen regelmäßig gesundheitliche Untersuchungen und Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung durchführen zu können, hat die "Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe" 125 lokale und 25 überregionale tansanische Koordinatoren mit robusten Motorrädern und Geländewagen ausgestattet. Durch das Nationale Kontrollprogramm wurde so die Zahl der Lepraerkrankungen in Tansania in den letzten 25 Jahren rund um das Zehnfache gesenkt. Dennoch: Noch immer leben in dem ostafrikanischen Land rund 20.000 Menschen, die infolge einer früheren Lepraerkrankung schwer behindert und auf Hilfe angewiesen sind. Hinzu kamen allein im Jahr 2001 etwa 4.640 neu entdeckte Leprafälle. Auffallend ist der hohe Anteil von Kranken, die erst spät und mit schwerwiegenden Behinderungen den Weg zum Arzt finden.
Wie sehr das Stigma des "Aussatzes" noch immer das Denken der Menschen in den entlegenen Dörfern prägt, zeigte sich unlängst in dem Dorf Isaca Jana. Im Rahmen der landesweiten Kampagne gegen die Lepra war für die Bewohner eine Vorsorgeuntersuchung angekündigt. "Der Dorfälteste, der die Leute zusammenrufen sollte", erzählt Dr. Mahmut Msahari, "machte einen verhängnisvollen Fehler. Er forderte alle Bewohner mit Lepra auf, sie sollten zur Kontrolle kommen." Die Folge: Niemand kam. "Statt dessen lugten die Menschen neugierig aus ihren Lehmhütten, nur um zu schauen, wer von ihren Nachbarn wohl mit dieser Krankheit infiziert ist."
Ein halbes Jahr später kam Dr. Msahari zurück. Und der Verantwortliche des Dorfes hatte aus seinem Fehler gelernt. "Zur Untersuchung wurden alle beordert", so der Arzt, "denen Hautveränderungen aufgefallen waren." So wurden drei neue Leprainfizierte entdeckt. "Frühzeitig genug", sagt der Regionalkoordinator, "um schwere Nervenschäden mit Medikamenten zu verhindern." "Die Regierungspläne des Nationalprogramms zur Bekämpfung der Lepra sowie zur Vorsorge und Aufklärung sind wirklich vorbildlich", so Dr. Mwandu. "Das Problem ist die Durchführung. Wenn der Staat gerade einmal fünf Dollar pro Person und Jahr für die Gesundheit übrig hat, dann stoßen wir hier unten an der Basis an die Grenzen unserer Möglichkeiten.
Wie sollen wir behinderten Patienten mit verstümmelten Gliedern denn helfen, wenn wir nicht einmal das Leder für ein Paar orthopädische Schuhe bezahlen können." Deshalb springt die "Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe" in die Bresche und stellt die fehlenden Mittel zur Verfügung. Die Armut der Menschen ist der Grund, weshalb trotz beachtlicher Erfolge bei der Leprabekämpfung noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Aus Geldnot und weil sie nicht wissen, dass die Medikamente gegen die Lepra kostenlos ausgegeben werden, suchen etwa achtzig Prozent aller Infizierten bei ersten gesundheitlichen Problemen zunächst einen traditionellen Heiler auf. Und die sind in den Dörfern überall zu finden.
Allerdings, es wäre ein Trugschluss, die traditionellen Heiler allesamt als Scharlatane abzutun. Im Gegenteil. "Im Kampf gegen die Lepra", so meint nicht nur Regionalkoordinator Msahari, "müssen wir die Naturheilkundigen zu unseren Verbündeten machen. Schließlich sind diese Leute in ihren Dörfern die am meisten geachteten Respektspersonen." So gehört zum nationalen tansanischen Gesundheitsprogramm auch die Aufgabe, die Naturheiler in ihren Dörfern medizinisch weiter zu qualifizieren.
Im Kahama-Distrikt beispielsweise, eine der ärmsten Gegenden Tansanias, wurden mit der Weiterbildung der traditionellen Heiler sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie wissen, dass ihre natürlichen Arzneimittel gegenüber Krankheiten wie Lepra, Tuberkulose und auch Aids wirkungslos sind. "Wenn sie heute einen Lepraerkrankten erkennen, überweisen sie ihn an uns", so Dr. Emanuel Mwandu.
Stiefmütterlich hingegen wird die Lepra bisweilen noch von den studierten Schulmedizinern behandelt. Dr. Mwandu hat bei seinen Fortbildungskursen sogar Dozenten an der Medizinischen Fakultät in Dar es Salaam kennengelernt, "die wussten zwar theoretisch was Lepra ist, doch sie waren praktisch nicht in der Lage, die Symptome bei Infizierten zu erkennen." Ein Grund, warum viele Ärzte lieber die Finger von dieser Krankheit lassen, ist psychologischer Natur. Denn die jahrzehntelange Tabuisierung und die insgeheime Furcht vor den entstellten Leprakranken halten sich in manchen Köpfen noch immer mit großer Hartnäckigkeit. Ein anderer Grund, das hat Dr. Mwandu erfahren, ist von ganz und gar materieller Art. "Viele Mediziner interessieren sich nicht sonderlich für die Lepra, weil sie eine typische Krankheit armer Menschen ist. Und mit denen ist nun mal kein Geld zu verdienen."
Rolf Bauerdick
Informationen bei http://www.dahw.de
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bei der Medikamentenausgabe. Hier werden auch Tuberkulose- und AIDS-Patienten behandelt.
Foto: Rolf Bauerdick Feldmark 19 48249 Dülmen-Hiddingsel
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Iran Report 01/2003 | Baustein für den Frieden
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