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ISSN 1610-0611
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„Blinden Aktionismus“

Afghanistan: Keine Sicherheit durch "blinden Aktionismus" der Bundesregierung

„Blinder Aktionismus“ der Bundesregierung bringt keine Sicherheit für
Afghanistan

„Blinden Aktionismus“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
am Mittwoch der Bundesregierung in der Frage eines erweiterten
Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan vorgeworfen. „Die geplante
Mitwirkung der Bundeswehr an Wiederaufbauteams (PRT) bringt
Afghanistan keine Sicherheit, sondern stützt nur die Macht der
Warlords“, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. Nur ein
neues UN-Mandat und eine geographische und inhaltliche Ausweitung der
Internationalen Schutztruppe (ISAF) könne dem Land mehr Sicherheit
geben. „Solange die lokalen Kriegsfürsten nicht entwaffnet werden,
wird mit der Stationierung von Bundeswehrsoldaten allenfalls der
Anschein von Sicherheit geweckt.“

„Mit den Wiederaufbauteams erweist die Bundesregierung Afghanistan
einen Bärendienst, da sie nicht den Wiederaufbau fördern, sondern die
Arbeit internationaler Hilfsorganisationen gefährden“, warnte Delius.
Denn die PRT’s würden die Unterschiede zwischen ausländischen
Soldaten und internationalen Helfern verwischen, so dass Mitarbeiter
internationaler Hilfsorganisationen drohten, zur Zielscheibe von
Terroranschlägen zu werden. Mit „erstaunlicher Ignoranz“ gehe die
Bundesregierung über die massive Kritik namhafter deutscher
Hilfsorganisationen an den Wiederaufbauteams hinweg, kritisierte die
Menschenrechtsorganisation.



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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen/Berlin, den 27.08.2003
Hompage: http://www.gfbv.de
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