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ISSN 1610-0611
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"Brot für die Welt" stellt Jahresbericht 2002 vor

"Welthandel muss dem Kampf gegen Armut dienen."
"Brot für die Welt" stellt Jahresbericht 2002 vor

"Brot für die Welt" hat im Jahr 2002 rund 49,5
Millionen Euro Spenden für Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und
Lateinamerika erhalten. Das Ergebnis liegt damit etwa 5,9 Millionen Euro
unter dem des Vorjahres. "Die Jahrhundertflut an der Elbe hat dazu geführt,
dass sehr viele Spenden in die Nothilfe gingen", erklärte die Direktorin von
"Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei einer Pressekonferenz
der evangelischen Hilfsorganisation in Berlin.

Organisationen wie "Brot für die Welt", die langfristige
Entwicklungsprojekte finanzierten, hätten es deshalb im vergangenen Jahr
sehr schwer gehabt, ihre Einnahmen konstant zu halten, so Füllkrug-Weitzel
weiter. "Umso dankbarer sind wir unseren treuen Spenderinnen und Spendern,
den Kirchengemeinden, Schulklassen, Jugendgruppen, Vereinen und anderen
Gruppen, die uns auch im Jahr 2002 unterstützt haben." "Brot für die Welt"
fördert derzeit etwa 1.200 Projekte in Afrika, Asien und Afrika.
Schwerpunkte liegen in der ländlichen Entwicklung, in der Gesundheits- und
Bildungsarbeit. Allerdings, betonte Füllkrug-Weitzel, müsse diese Hilfe zur
Selbsthilfe einher gehen mit Lobby- und Advocacy-Arbeit in Deutschland und
auf internationaler Ebene.

"Unsere Partner berichten, dass die globalen Verflechtungen das Leben der
Menschen stark beeinträchtigen", erklärte Füllkrug-Weitzel. Vor allem die
Kleinbauern seien die Verlierer der Globalisierung. "Es ist wichtig, dass
wir hier für die Rechte der Benachteiligten in dieser Welt eintreten, und
dass wir unseren Partnern dabei helfen, dasselbe in ihrem Land zu tun." Noch
immer seien weltweit 840 Millionen Menschen fehl- oder unternährt. Die
Versprechungen von Wachstum und Wohlstand, die Globalisierung und Welthandel
angeblich mit sich bringen sollten, hätten daran nichts geändert.

"Brot für die Welt" fordert deshalb, die Ministertagung der
Welthandelsorganisation im September im mexikanischen Cancún, bei der es
unter anderem um den Agrarhandel gehen wird, konsequent in den Dienst von
Armutsbekämpfung zu stellen. Füllkrug-Weitzel: "Wir fordern Handelsregeln,
die allen Menschen dienen - vor allem den Armen - und unsere Umwelt
schonen."





Berlin, 16. Juli 2003.
Claudia Dengler
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Brot für die Welt - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
Sekretariat Presse
Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart
Website: http://www.brot-fuer-die-welt.de
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