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ISSN 1610-0611
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Zehn Jahre Kriegsverbrechertribunal in Den Haag


10 Jahre UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien -

Haager Tribunal ist „einzig wirklich erfolgreicher Beitrag“ zur
Wiederherstellung Bosniens

Zum zehnjährigen Bestehen des UN-Kriegsverbrechertribunals
für Ex-Jugoslawien (25.05.) hat der Präsident
der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV),
Tilman Zülch, die Arbeit des Haager Tribunals
als „einzigen wirklich erfolgreichen Beitrag“
der internationalen Staatengemeinschaft zur
Wiederherstellung eines multikulturellen Bosnien-
Herzegowinas gewürdigt. „Erstmals seit den
Nürnberger Prozessen wurden dank des
konsequenten, couragierten und unbestechlichen
Einsatzes von Chefanklägerin Carla del Ponte und
ihres Vorgängers Richard Goldstone Urteile wegen
Verstoßes gegen die UN-Konvention zur Verhütung
und Bestrafung des Völkermordes gefällt“, sagte
Zülch. So seien serbische und kroatische Täter
wegen Führung eines Angriffskrieges und wegen
Völkermords in Bosnien-Herzegowina zur
Rechenschaft gezogen worden. Dies sei ein
wesentlicher Beitrag für
Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung der
ethnischen und religiösen Gemeinschaften in
Bosnien.

Von der internationalen Staatengemeinschaft
forderte Zülch, dass die Behörden der serbisch
kontrollierten Teilrepublik Bosniens endlich
durchforstet werden nach mutmaßlichen
Kriegsverbrechern. In dieser so genannten
Republika Srbska sei die Administration noch
immer beherrscht von Funktionären der SDS, der
Partei des mutmaßlichen Kriegsverbrechers
Radovan Karadzic. Unter ihnen müssten sich auch
mindestens 500 Todesschützen von Srebrenica
befinden.

Mit dem Friedensabkommen von Dayton 1995 und der
Teilung Bosniens durch die Gründung der so
genannten Republika Srbska habe die
internationale Gemeinschaft ein Land zerstört,
in dem seit acht Jahrhunderten viele ethnische
und religiöse Gemeinschaften friedlich
zusammengelebt hätten, kritisierte der
Menschenrechtler. So seien die „ethnischen
Säuberungen“ zementiert und eine Massenrückkehr
der Vertriebenen bis heute verhindert worden.



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Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Göttingen, den 23.05.2003
Hompage:http://www.gfbv.de
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