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ISSN 1610-0611
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Ergebnisse der Geberkonferenz

Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria
ÄRZTE OHNE GRENZEN: Geberkonferenz verkommt zur Rednerkonferenz

Die internationale Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE
GRENZEN ist bestürzt über die Ergebnisse der Geberkonferenz zum Globalen
Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Die deutsche
Bundesregierung hat auf der Konferenz in Paris keine weiteren Mittel für den
akut unterfinanzierten Fonds bereitgestellt. ÄRZTE OHNE GRENZEN befürchtet,
dass der Fonds ohne zusätzliche Mittel seine bisher erfolgreiche Arbeit
nicht fortsetzen kann.

Im Vorfeld der Konferenz hatte ÄRZTE OHNE GRENZEN die Bundesregierung
aufgerufen, noch in diesem Jahr weitere 100 Millionen Euro bereitzustellen,
damit die dritte Projektrunde des Fonds finanziert werden kann. Auf der
Konferenz in Paris stellte die deutsche Regierung keine weiteren Gelder für
die Jahre 2003 und 2004 in Aussicht, sondern berief sich lediglich auf
bereits für die Jahre 2005-2007 zugesagte zusätzliche Mittel. Laut ÄRZTE
OHNE GRENZEN tragen diese Gelder jedoch nicht zur Lösung des akuten
Finanzierungsproblems des Fonds bei.

"Angesichts der Tatsache, dass täglich 10.000 Menschen an Aids sterben, ist
es zynisch, Zusagen für das Jahr 2005 zu machen, wenn der Globale Fonds
bereits heute keine Mittel mehr hat, um weitere Projekte zu finanzieren",
sagte Tobias Luppe von ÄRZTE OHNE GRENZEN. "Die Haltung der Bundesregierung
ist beschämend. Die Geberkonferenz wurde zu einer Rednerkonferenz leerer
Versprechungen."




Paris/Berlin, 16. Juli 2003.
Pressestelle, Kattrin Lempp,
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