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ISSN 1610-0611
Newsletter


Hilfsorganisation Andheri-Hilfe

F R A N Z   A L T : 

Die deutsche Hilfsorganisation Andheri-Hilfe aus Bonn hat in Bangladesch
soeben die einmillionste Augenoperation an blinden Menschen durchgeführt.
Darüber habe ich für "Report Mainz" eine Fernsehreportage gedreht.

Ich habe in den letzten 21 Jahren im ARD-Magazin "Report" mehrmals über
diese Augenoperationen berichtet. Die "Report"-Zuschauer haben über 40
Millionen Mark gespendet. Das war die Voraussetzung dafür, dass eine Million
blinde Menschen wieder sehen oder erstmals sehen können.

Am 13. Januar zeigte "Report Mainz" die Reportage über die einmillionste
Operation. In Bangladesch war diese Operation ein großes nationales
Ereignis.

www.sonnenseite.com


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Die 90-jährige Samsum Nahar war am Grauen Star erblindet und kann jetzt auch durch die Hilfe aus Deutschland wieder sehen. „Ich freue mich darauf, endlich meine 15 Enkelkinder sehen zu können„, sagte sie als erstes nach der Operation.




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R O S I   G O L L M A N N 

Viele Hunderttausend Menschen in Bangladesch können dank des Engagements der 75-jährigen Rosi Gollmann sehen. Oft habe ich erlebt, dass Rosi Gollmann in Indien und Bangladesch mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit "Mutter Teresa aus Deutschland" genannt wird. Zu Recht erhielt sie vor vier Wochen von "Bild" den Ehrenpreis der Aktion "Ein Herz für Kinder" »

Die einmillionste Augenoperation stand unter dem Motto: "A little done - but much do do: Wir haben ein bisschen geholfen, aber wir müssen noch viel mehr tun." Wer helfen will, kann helfen.

Mein Fernsehfilm, der am Montag, 13.01.2003, in der ARD um 21 Uhr in "Report Mainz" gezeigt wurde, ist mein fünfter Film über die Arbeit der Andheri-Hilfe. Allein die "Report"-Zuschauer haben seit 1981 über 40 Millionen Mark für diese vorbildliche Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe gespendet. Nur vier Prozent gehen in die Verwaltung, 96 Prozent der Spenden landen direkt bei den Ärmsten der Armen.


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Im „Eye Camp“ der Andheri-Hilfe Bonn werden an einem Tag bis zu 150 Blinde operiert. Die Patienten warten im Freien auf das Öffnen der operierten Augen.




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M I T   D E U T S C H E R   H I L F E 

Eine Million Augenoperationen in Bangladesch

Bangladesch ist das Armenhaus Asiens. 56 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. Nahrungsmangel ist häufig ein Grund für Blindheit. Über eine Million Bangladeschis sind blind. Jährlich erblinden weitere 60.000. Zunehmend leiden nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder und Jugendliche am Grauen Star.

Mohamed Salaudin ist 22 Jahre alt. Er ist seit eineinhalb Jahren am Grauen Star erblindet. Der frühere Tagelöhner lebt bei seiner Mutter eine Tagesreise von der Millionenstadt Chittagong entfernt auf einer Insel. Ihr Haus wurde von den jährlichen Fluten am Golf von Bengalen achtmal fortgespült und musste jedesmal neu aufgebaut werden. Salaudins Freunde haben Geld gesammelt, damit der Blinde mit einem Schiff in ein Augenlager fahren und sich einer Augenoperation unterziehen kann.

Jetzt kann er wieder sehen und sagt in unsere Fernsehkamera: "Bisher hat mich meine Mutter versorgt. Jetzt endlich werde ich sie versorgen. Das ist mein größter Wunsch." Dabei küsst er seiner Mutter und Rosi Gollmann von der deutschen Andheri-Hilfe die Füße.

Die Andheri-Hilfe hat vor 10 Tagen in Bangladesh die einmillionste Augenoperation finanziert. Die Reichen müssen die Operation und den Aufenthalt in den Krankenhäusern selbst finanzieren. Doch den vielen Armen unter den Blinden helfen die Spender aus Deutschland.

An der 14-jährigen Hasna Begum wurde die einmillionste Augenoperation durchgeführt. Jetzt freut sich das Mädchen an jeder Blume und an jedem Gesicht. Hasna sagt immer wieder „Thank you„ in unsere Fernsehkamera. Sie hat nur zwei Jahre die Schule besuchen können. Danach musste sie als Haushaltshilfe in den Häusern der Reichen arbeiten. Ihre Mutter war früh gestorben und ihr Vater lebt bei einer anderen Frau. Hasna "verdiente" 15 Cents am Tag. Mit 11 Jahren wurde sie blind und arbeitslos und wohnt seither im Haushalt eines älteren Bruders. Die Ursache ihrer Blindheit ist Unterernährung.


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Die 75-jährige Rosi Gollmann von der Andheri-Hilfe mit dem 22-jährigen Mohamed Salaudin und der 14-jährigen Hasna nach deren Augenoperation.





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Rosi Gollmann aus Bonn war Ehrengast in Bangladesch als die einmillionste Augenoperation gefeiert wurde. Die einmillionste Blindenoperation stand unter dem Motto: "A little done - but much do do: Wir haben ein bisschen geholfen, aber wir müssen noch viel mehr tun." Wer helfen will, kann helfen.





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Rosi Gollmann von der Bonner Andheri-Hilfe und der Baden-Badener Fernsehjournalist Franz Alt freuen sich mit Mohamed Salaudin (22) und Hasna Begum (14) über die erfolgreiche Augenoperationen. Die „Report„-Zuschauer haben dafür über 20 Millionen Euro gespendet.





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Hasna vor ihrer Augenoperation.






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Hasna sieht sich nach ihrer Augenoperation erstmals im Spiegel. Drei Jahre war sie total blind. Hasna Begum - Aus einem verängstigten blinden Kind aus dem Slum der Millionenstadt Chittagong in Bangladesh wird ein junges selbstbewusstes Mädchen. Ihr größter Wunsch ist eine schulische und berufliche Ausbildung.






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„Ich sehe die Blumen, die Tiere und die Menschen. Ich danke allen, die mir geholfen haben, dass ich sehen kann„, sagt sie nach ihrer Operation.





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Der 22-jährige Tagelöhner Mohamed Salaudin war drei Jahre blind. Er lebt bei seiner Mutter. Sein Vater ist gestorben. Nach seiner Operation kann er endlich für sich und seine Mutter etwas Geld verdienen.





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Salaudin und seine Mutter nach der Operation. Nach drei Jahren sieht er erstmals das Gesicht seiner Mutter wieder. Salaudin freut sich über die Farben der Welt. „Ich bin ein neuer Mensch„, sagt er und bedankt sich für die Hilfe aus Deutschland.



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Rosi Gollmann hat tausende Frauen in Indien aus der Tempelprostitution befreit, 100.000 Kinderarbeiter aus Fabriken geholt und Schulen für sie gebaut und 150.000 Frauen in Frauengruppen zu mehr Selbstständigkeit verholfen. In Indien und Bangladesch hat die Andheri-Hilfe mit ihren einheimischen Partnern über 600 Entwicklungsprojekte initiiert. Über 99 Prozent der Augenoperation sind erfolgreich.

Viele Hunderttausend Menschen können dank des Engagements der 75-jährigen Religionslehrerin sehen. Mein Fernsehfilm, der heute Abend um 21 Uhr in "Report Mainz" (ARD) gezeigt wird, ist mein fünfter Film über die Arbeit der Andheri-Hilfe. Allein die "Report"-Zuschauer haben seit 1981 über 40 Millionen Mark für diese vorbildliche Hilfe zur Selbsthilfe gespendet. Nur vier Prozent gehen in die Verwaltung, 96 Prozent der Spenden landen direkt bei den Ärmsten der Armen.

Ich habe in Südindien Dörfer besucht, in denen über die Hälfte aller neugeborenen Mädchen getötet werden, weil sie Mädchen sind. Doch in Hunderten von Dörfern, in denen Rosi Gollmann Frauengruppen initiierte, gehen heute genausoviele Mädchen in Kindergärten und Schulklassen wie Jungens. Zehntausende Mädchen verdanken Rosi Gollmann ihr Leben.

In 35 Jahren Berufserfahrung als Fernsehjournalist habe ich viele erfolgreiche deutsche Entwicklungsprojekte in Dritte-Welt-Ländern vorstellen dürfen. Die Projekte der Andheri-Hilfe gehören zu den besonders erfolgreichen. Oft habe ich erlebt, dass Rosi Gollmann in Indien und Bangladesch mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit "Mutter Teresa aus Deutschland" genannt wird.
Die einmillionste Blindenoperation stand unter dem Motto: "A little done - but much do do: Wir haben ein bisschen geholfen, aber wir müssen noch viel mehr tun." Wer helfen will, kann Infos anfordern:

Andheri-Hilfe Bonn e.V. | Mackestr. 53 | 53119 Bonn
Telefon (0228) 67 15 86 | Fax (0228) 68 04 24 | andheri.bonn@andheri.org
Spendenkonto: Sparkasse Bonn | Konto Nr. 40 006 | BLZ 380 500 00

< weitere Informationen bei sonnenseite >


Text: Franz Alt
Fotos: Bigi Alt
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Iran Report 10/2002 | "Regierungsantrag ungenügend"