 |
|
 |
 |
 |
 |
USA wollen Privatisierung der Bildung weltweit!
|
|
|
USA wollen privatisierte Bildung weltweit durchsetzen
Attac veroeffentlicht geheime Forderungen aus den GATS-Verhandlungen Kommerzielle Pruefungsunternehmen auf dem Vormarsch EU-Positionen weiterhin geheim
Verden, Bei den derzeit laufenden WTO-Verhandlungen ueber das allgemeine Dienstleistungsabkommen GATS (General Agreement on Trade in Services) wollen die USA den Bildungssektor weltweit liberalisieren und fuer private Anbieter oeffnen. Das geht aus dem geheimen Forderungskatalog der USA hervor, den das globalisierungskritische Netzwerk Attac jetzt von seinen amerikanischen Buendnispartnern zugespielt bekommen hat. Wenn sich die USA mit ihren Forderungen durchsetzen, haetten alle Anbieter von Bildung - egal ob oeffentlich oder privat - den gleichen Anspruch auf staatliche Subventionen. "Diese Forderung bedroht das oeffentliche Bildungswesen in Europa", erklaert Oliver Moldenhauer, Mitglied im Attac-Koordinationskreis. "Bildung, die bisher ein oeffentliches Gut und ein Recht fuer alle Menschen ist, soll zur Ware werden."
Zudem draengen die USA darauf, auch standardisierte Tests in die Verhandlungen mit aufzunehmen. In diesem Sektor ist das US-Unternehmen "Educational Testing Service" Marktfuehrer und strebt nach weltweiter Expansion. "Eine Liberalisierung dieses Bereiches wirft die Frage auf, inwieweit sich die inhaltlichen Standards solcher Unternehmen international durchsetzen", sagt Oliver Moldenhauer. "Damit wird die Hochschulautonomie und die demokratische Kontrolle von Schulen weiter ausgehoehlt."
Die Europaeische Union hat sich in den bisherigen Verhandlungen zwar ausdruecklich das Recht vorbehalten, nur ihre staatlichen Bildungseinrichtungen mit oeffentlichen Geldern zu subventionieren. Attac befuerchtet jedoch, dass die EU-Position im Verlauf der GATS-Verhandlungen aufgeweicht wird. Weil diese Verhandlungen alle Dienstleistungsbereiche umfassen, koennte die EU Zugestaendnisse im Bildungsbereich machen, um ihrerseits verbesserten Zugang zu den Maerkten fuer Strom, Trinkwasser oder Finanzdienstleistungen zu erhalten. Weil die EU ihre Verhandlungspositionen geheim haelt, ist eine oeffentliche Kontrolle des Verhandlungsprozesses nicht moeglich. "Dass nur hinter verschlossenen Tueren verhandelt wird ist absolut undemokratisch - vor allem, wenn man bedenkt, dass einmal gemachte Zugestaendnisse praktisch nicht mehr zurueckgenommen werden koennen", kritisiert Oliver Moldenhauer. Den oeffentlich angekuendigten "Konsultationsprozess" der EU haelt Attac fuer eine Farce, solange die Verhandlungspapiere nicht oeffentlich zugaenglich sind.
Attac fordert ein sofortiges Moratorium fuer die GATS-Verhandlungen. In den kommenden Monaten wird Attac in vielen europaeischen Laendern gemeinsam fuer dieses Ziel kaempfen, unter anderem bei einem europaweiten Aktionstag am 13. Maerz 2003.
Fuer Nachfragen steht Ihnen Oliver Moldenhauer unter 0163-307 1523 zur Verfuegung.
Den Forderungskatalog der USA finden Sie im Internet unter http://www.attac-netzwerk.de/gats/usrequestseducation.php
Weitere Informationen zur Anti-GATS-Kampagne: www.gats-kritik.de _______________________________________________ attac-d-presse Date: Tue, 3 Dec 2002 12:26:08 +0100
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Report • Soziales • Entwicklungen | Globalisierung gerecht gestalten
|
|