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Weltgebetstag der Frauen 2003
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Projekt zum Weltgebetstag der Frauen 2003
Libanon: Berufsbildung für palästinensische Flüchtlingsfrauen
Der Libanon steht im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstages der Frauen am 7. März. Jedes Jahr am ersten Freitag im März laden Frauen aller Konfessionen auf der ganzen Welt zum Gebet ein.
Über die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung lebt im Exil. Über 380.000 anerkannte palästinensische Flüchtlinge leben mittlerweile allein im Libanon, das sind zehn Prozent der libanesischen Bevölkerung. Etwa 210.000 befinden sich in Flüchtlingslagern - in sehr beengten Räumlichkeiten, ohne funktionierende Kanalisation. 40 Prozent der Flüchtlinge sind arbeitslos. So sind auch die Frauen gezwungen, neben der Hausarbeit zum Familieneinkommen beizutragen.
„Brot für die Welt„ unterstützt im Libanon unter anderem ein Projekt zur Berufsausbildung für palästinensische Flüchtlingsfrauen. Der Projektpartner, die libanesische Association Najdeh hat es sich daher zur Aufgabe gemacht die Situation dieser Frauen zu verbessern. In elf Berufschulzentren erhalten jährlich rund 245 Mädchen und Frauen eine mehrmonatige Ausbildung in „klassischen„ Frauenberufen, aber auch in Büromanagement, EDV, Buchhaltung, Tischlerei und Elektronik. Najdeh betreibt sieben Kindergärten für knapp 500 Kinder. Diese Entlastung ist notwendig, damit die Frauen eine Ausbildung absolvieren oder durch eine Berufstätigkeit zum Einkommen der Familie beitragen können. Die Eltern der Kindergarten-Kinder werden durch Hausbesuche und Seminare in die Arbeit einbezogen. Besonders bedürftige Familien erhalten finanzielle Hilfen wie ein Ausbildungsstipendium oder einen Zuschuss zu den Medikamenten- und Arztkosten. Mit Kleinkrediten gibt Najdeh den Frauen eine Starthilfe, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben.
www.brot-fuer-die-welt.de
Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt„ wurde 1959 in Berlin gegründet. Ausschließlich durch Spendengelder finanziert, unterstützt sie Projekte in den Ländern des Südens zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut und Hunger und für die Rechte der benachteiligten Menschen.
Stuttgart, 6. März 2003.
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