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Welthandel kein Allheilmittel
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Brot für die Welt: Ein Stück Gerechtigkeit
Welthandel kein Allheilmittel "Brot für die Welt"-Tagung zum Thema Ernährungssicherung
Die Liberalisierung des Welthandels trägt nicht zur Ernährungssicherung der Ärmsten der Armen bei. Das ist eines der Ergebnisse der "Brot für die Welt"-Tagung "Welthandel und Ernährungssicherung".
"Etwa 200 Millionen Menschen auf der Welt leben in Haushalten, die sich nicht selbst helfen können", sagte Dr. Bernd Schubert von der Humbold-Universität Berlin. Viele dieser Menschen lebten in Afrika südlich der Sahara und seien durch HIV/Aids zu Sozialfällen geworden, die ohne Unterstützung von außen nicht überleben könnten.
Generell führe die Liberalisierung des Welthandels zu Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern. Darüber waren sich die Referenten aus nationalen und internationalen Organisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen einig. Davon profitierten die insgesamt 840 Millionen Armen aber nur dann, wenn sie auch über die entsprechende Kaufkraft verfügten. Die meisten der Hungernden hätte nämlich zu wenig Geld, um sich Lebensmittel kaufen zu können.
Eine Umorientierung in der Entwicklungszusammenarbeit forderte der entwicklungspolitische Journalist Uwe Kerkow. "Es muss wieder mehr in die ländliche Entwicklung investiert werden, als das in den letzten zwanzig Jahren der Fall war." Ein großer Teil der Armen in den Entwicklungsländern lebe auf dem Land. Sie müssten vor allem besser an die lokalen und regionalen Märkte angebunden werden.
"Für Brot für die Welt spielt die Bekämpfung des Hungers eine zentrale Rolle", sagte Peter Rottach, Landwirtschaftsexperte bei "Brot für die Welt". Ein erheblicher Anteil der Projektförderung fließe in den ländlichen Raum und in Programme zur Ernährungssicherung. Diese Arbeit werde durch politisches Engagement zu den Themen nationale und internationale Agrarpolitik ergänzt.
Stuttgart, 27. Juni 2003. BROT FÜR DIE WELT - Öffentlichkeitsarbeit und Werbung Ute Dilg, Pressereferentin Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart Postfach 10 11 42, 70010 Stuttgart Website: http://www.brot-fuer-die-welt.de
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