Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


Jeder Mensch soll seine Rechte einklagen können

Jeder Mensch soll seine Rechte einklagen können

"Brot für die Welt" fordert verbindliche Rechte auf Nahrung und
Gesundheitsversorgung

"Brot für die Welt" fordert ein einklagbares Recht auf angemessene Nahrung. "Dies bleibt Ziel unserer Anstrengungen," sagte Johannes Brandstäter, Menschenrechtsexperte bei "Brot für die Welt" zum Abschluss des
Weltsozialforums in Porto Alegre. "Die Richtlinien im UN-Sozialpakt zum
Recht auf Nahrung sind zwar nur freiwilliger Natur". Aber immerhin werde
zurzeit ein Zusatzprotokoll verhandelt, welches ein Beschwerdeverfahren auch
für den Einzelnen ermöglichen soll.

Das würde, so Brandstäter, den einzelnen Bürgern und zivilgesellschaftlichen
Organisationen die Möglichkeit einräumen, bei einer noch zu bestimmenden
Instanz eine Beschwerde gegen ihre Regierung vorzubringen, weil sie hungern
und damit ihr Recht auf eine angemessene Ernährung verletzt wird. Täglich
sterben 25.000 Menschen an Hunger und Unterernährung. "Brot für die Welt"
motiviert seine Partner, sich verstärkt an der Entwicklung der Richtlinien
für ein einklagbares Recht auf Nahrung zu beteiligen. Wichtig dabei ist, so
Brandstäter, dass die Zivilbevölkerung stärker an diesen Prozessen beteiligt
wird, weil damit die Möglichkeiten jedes Einzelnen steigen, sein Recht auf
Nahrung zu bekommen.

Ebenso wie für das Menschenrecht auf angemessene Nahrung hat sich in Porto
Alegre "Brot für die Welt" für das Menschenrecht auf Gesundheit stark
gemacht, zusammen mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem Deutschen
Institut für Ärztliche Mission (DIFÄM). In einem Workshop mit
zivilgesellschaftlichen Vertretern aus Indien, Argentinien, Südafrika,
Brasilien und Deutschland ging es um die Frage, wie die Ausnahmebestimmungen
der Welthandelsorganisation (WTO) zu lebensverlängernden Aids-Medikamenten
umgesetzt werden können und wie die Situation der Aids-Kranken weltweit
verbessert werden kann. Die Teilnehmenden betonten, lebensverlängernde
Medikamente könnten auch helfen, dass die Menschen das Schweigen über ihre
Krankheit brechen, denn Aids kommt in vielen Teilen der Welt einem
Todesurteil gleich. Dies macht Aids-Aufklärungsarbeit schwierig.
In Deutschland setzt sich das Aktionsbündnis gegen Aids, das u. a. von
kirchlichen Organisationen wie "Brot für die Welt", EED und DIFÄM getragen
wird, für die kostenlose Vergabe von lebensverlängernden Aids-Medikamenten
in allen Ländern ein.

Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" finanziert aus
Spendengeldern über 1.800 Entwicklungsprojekte in den Ländern des Südens.



Porto Alegre, Stuttgart, 28.01.2003
___________________________________________________________________________


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

"Menschenrechte sind kein Luxus f. gute Zeiten