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ISSN 1610-0611
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ROBIN WOOD startet Email-Protest an Shell

Umwelt/Verbraucher/Wirtschaft

Shell soll Gasförderung in kanadischer Wildnis aufgeben
ROBIN WOOD startet Email-Protest an Shell

ROBIN WOOD hat den Energiekonzern Shell aufgefordert, die Erdgasförderung in
dem Gebiet der Castle Wilderness in der kanadischen Provinz Alberta
aufzugeben. Um den Druck auf Shell zu erhöhen, hat ROBIN WOOD einen
Online-Protest gestartet. Unter http://www.robinwood.de können
Protest-Emails an Shell Kanada verschickt werden.

ROBIN WOOD unterstützt mit der Aktion eine Koalition von über 15 kanadischen
Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Diese Verbände setzen sich dafür ein,
dass die 1.000 Quadratkilometer große Castle Wilderness gesetzlich geschützt
wird. Die Region grenzt an den Waterton-Glacier International Peace Park in
den Rocky Mountains und ist ein bedeutender Wanderungskorridor für große
Wildtiere wie den Grizzlybär. Die einmalige Tier- und Pflanzenvielfalt in
diesem bergigen Nationalpark kann nur dann erhalten bleiben, wenn die
angrenzenden Wildnisgebiete als Pufferzonen unter Schutz gestellt werden.

Doch dagegen sperrt sich die Provinzregierung Albertas, weil Shell in diesem
Gebiet Erdgas fördert. Über 50 Förderbohrungen, die Shell seit den fünfziger
Jahren dort vorgenommen hat, sowie ein Labyrinth von Pipelines, Straßen und
Versorgungseinrichtungen haben mittlerweile dazu geführt, dass die
Castle-Region aus dem ökologischen Gleichgewicht geraten ist.

"Shell hat sich das Ziel gesetzt, die nachhaltige Entwicklung und die
biologische Vielfalt zu fördern. Wenn der Konzern die eigenen Ziele ernst
nimmt, muss er sich aus der Castle Wilderness zurückziehen und dafür sorgen,
dass das Gebiet unter Schutz gestellt wird", erläutert Rudolf Fenner, ROBIN
WOOD-Waldreferent. "Der Online-Protest von ROBIN WOOD ermöglicht es allen
BürgerInnen und vor allem KäuferInnen von Shell-Produkten mit wenigen
Maus-Clicks deutlich zu machen, dass sie von dem Unternehmen Shell ein
entschiedenes Eintreten für den Schutz der Natur in der Castle Wilderness
erwarten."



Ute Bertrand
ROBIN WOOD-Pressesprecherin
Hamburg, den 18. März 03


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