Umwelt/Verbraucher/Wirtschaft
Shell soll Gasförderung in kanadischer Wildnis aufgeben ROBIN WOOD startet Email-Protest an Shell
ROBIN WOOD hat den Energiekonzern Shell aufgefordert, die Erdgasförderung in dem Gebiet der Castle Wilderness in der kanadischen Provinz Alberta aufzugeben. Um den Druck auf Shell zu erhöhen, hat ROBIN WOOD einen Online-Protest gestartet. Unter http://www.robinwood.de können Protest-Emails an Shell Kanada verschickt werden.
ROBIN WOOD unterstützt mit der Aktion eine Koalition von über 15 kanadischen Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Diese Verbände setzen sich dafür ein, dass die 1.000 Quadratkilometer große Castle Wilderness gesetzlich geschützt wird. Die Region grenzt an den Waterton-Glacier International Peace Park in den Rocky Mountains und ist ein bedeutender Wanderungskorridor für große Wildtiere wie den Grizzlybär. Die einmalige Tier- und Pflanzenvielfalt in diesem bergigen Nationalpark kann nur dann erhalten bleiben, wenn die angrenzenden Wildnisgebiete als Pufferzonen unter Schutz gestellt werden.
Doch dagegen sperrt sich die Provinzregierung Albertas, weil Shell in diesem Gebiet Erdgas fördert. Über 50 Förderbohrungen, die Shell seit den fünfziger Jahren dort vorgenommen hat, sowie ein Labyrinth von Pipelines, Straßen und Versorgungseinrichtungen haben mittlerweile dazu geführt, dass die Castle-Region aus dem ökologischen Gleichgewicht geraten ist.
"Shell hat sich das Ziel gesetzt, die nachhaltige Entwicklung und die biologische Vielfalt zu fördern. Wenn der Konzern die eigenen Ziele ernst nimmt, muss er sich aus der Castle Wilderness zurückziehen und dafür sorgen, dass das Gebiet unter Schutz gestellt wird", erläutert Rudolf Fenner, ROBIN WOOD-Waldreferent. "Der Online-Protest von ROBIN WOOD ermöglicht es allen BürgerInnen und vor allem KäuferInnen von Shell-Produkten mit wenigen Maus-Clicks deutlich zu machen, dass sie von dem Unternehmen Shell ein entschiedenes Eintreten für den Schutz der Natur in der Castle Wilderness erwarten."
Ute Bertrand ROBIN WOOD-Pressesprecherin Hamburg, den 18. März 03
|