Titel Hamburg Initiativen Hamburg-Termine Inland International Magazin Kleinanzeigen Archiv Suchen Info
International:
International


Themen:
urgent action
Gegen den Krieg I
Gegen den Krieg II
Der Krieg
  Hilfe
  Stoppt den Krieg
  Bilderkrieg
Krieg & Frieden • Menschen- u. Bürgerrechte
  IOM-Press (deutsch)
  IOM-Press (english)
  Amnesty (deutsch)
  Amnesty (english)
  IMK
EU
  EP: Abtreibungen legal
Umwelt • Natur • Öko
Mensch & Tier
Report
  Weltsozialforum
  IStGH • Haager Tribunal
  WTO
Presse- u. Informationsfreiheit
  WSIS
Initiativen
  Hilfe für Kinder


Service:
Archiv
Impressum
Information
Intern
ISSN 1610-0611
Newsletter


WWF-Studie:Fischfarmen tragen z. Überfischung bei


Der wachsende Bedarf an Fischfutter für Aquakulturen stellt eine Gefahr für die bereits überfischten Fischbestände dar. Bleibt der Bedarf so hoch, werden die Fischfarmen bis 2010 das gesamte Fischöl und die Hälfte des gesamten Fischmehls weltweit verbrauchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die der WWF heute vorgestellt hat.

„Aquakultur ist eine zusätzliche Möglichkeit, Verbraucher mit Speisefisch zu versorgen. Doch dürfen die Fischfarmen ihrerseits nicht große Mengen an frei
lebendem Fisch verbrauchen und dadurch zur Überfischung beitragen“, sagte Heike Vesper vom WWF.
Der WWF fordert die Regierungen der europäischen Länder auf, alternative Nahrungsquellen für Fischfarmen zu entwickeln und zu fördern. Dazu gehört die Verwertung von Fischabfällen und Fischen, die als Beifang in den Netzen landen, sowie der Einsatz von pflanzlichen Proteinen. Darüber hinaus sollte die Aquakultur Industrie nur noch Fischöl und -mehl verwenden, das aus nachhaltiger Fischerei stammt.

Die WWF-Studie zeigt, dass für Futter der Fischfarmen, in denen hauptsächlich Lachs, Forelle, Tunfisch, oder Kabeljau gezüchtet werden, 70 Prozent der
weltweiten Fischölproduktion und 34 Prozent der Fischmehlproduktion verwendet werden. Nach konservativen Schätzungen des WWF werden 4 kg frei lebender Fisch benötigt um 1 kg Aquakulturfisch zu züchten. Fischmehl und Fischöl werden hauptsächlich von der Industriefischerei im Nordost Atlantik und entlang der Küste von Chile und Peru gefangen. Ein Drittel des weltweit gefangenen Fisches wird jährlich zu diesen Produkten verarbeitet.

Bereits jetzt hat die wachsende Nachfrage nach Fischöl und Fischmehl dramatische Folgen für die Bestände von Sardinen oder Blauen Wittling. Die Überfischung
solcher Arten, hat aber auch dramatische Auswirkungen auf die gesamte Nahrungskette, da diese Fische auch als Nahrung für frei lebende Speisefische wie Kabeljau und Heilbutt aber auch für Delfine, Schwertwale und Seevögel dienen. Im Nordost Atlantik sind mehrere Fischbestände überfischt. Besonders gefährdet ist der Blaue Wittling, der kurz vor dem Zusammenbruch steht. 2001 wurden 1,8 Millionen Tonnen Blauer Wittling gefangen, mehr als das Doppelte der festgelegten Fangquote und derzeit gibt es keinen Managementplan für diese Fischerei.



WWF Deutschland
Rebstöcker Straße 55
60326 Frankfurt


Bremen, 18.02.03:


nach oben

--

< zurück --vorwärts > ↑ nach oben

Wie geeignet ist Region Benken für Atommüll-Lager? | Grauwale im Visier der Ölmultis