 |
|
 |
 |
 |
 |
Amnesty: urgent action-Rundbrief
|
|
|
Abgeschlossene Fälle:
Burundi: Alexandre Nzeyimana UA 25/03-1
Alexandre Nzeyimana, der zum Zeitpunkt seiner Festnahme im April 2002 etwa zwölf Jahre alt war, wurde am 20. Februar 2003 bedingungslos aus der Haft entlassen. Seine Freilassung war von einem Untersuchungsrichter angeordnet worden. Der Junge war ohne Anklageerhebung im Mpimba-Zentralgefängnis der Hauptstadt Bujumbura festgehalten worden. Dies stellte einen Verstoß gegen die Gesetze des Landes dar, welche vorschreiben, dass Jugendliche unter 13 Jahren nicht inhaftiert werden dürfen.
Iran: Dr. Seyyed Hashem Aghajari, 45-jähriger Historiker und Publizist UA 330/02-1
Laut einer Meldung der in London erscheinenden Zeitung "Kahyan" soll das gegen Dr. Seyyed Hashem Aghajari verhängte Todesurteil aufgehoben worden sein. Die iranischen Justizbehörden haben dies bislang jedoch weder dementiert noch bestätigt. Es wird vermutet, dass der Fall an die Qom-Kammer des Obersten Gerichtshofes verwiesen worden ist. Der gewaltlose politische Gefangene Dr. Seyyed Hashem Aghajari ist Professor für Geschichte an der Universität Tarbiat Modares in Teheran. Er war am 8. August 2002 in Haft genommen worden, nachdem er am 19. Juni 2002 in Hamedan, im Westen des Landes, eine Rede mit dem Titel "Islamischer Protestantismus" gehalten hatte. Er soll darin zu einer "religiösen Erneuerung" aufgerufen haben, derzufolge Moslems "religiösen Führern nicht blind folgen sollten". In sehr vage formulierten Anklagepunkten beschuldigten ihn die iranischen Behörden der Verleumdung und Ehrverletzung religiöser Würdenträger. amnesty international wird seinen Fall weiterhin aufmerksam verfolgen und sich um die Klärung seiner gegenwärtigen Situation und Rechtslage bemühen.
Nepal: Tikajung Singh (Tikajung Shahi), 55-jähriger Rechtsanwalt UA 163/02-1
Tikajung Singh, dessen Name zunächst mit Tikajung Shahi angegeben worden war, wurde am 13. Februar 2003 freigelassen, nachdem Armeeangehörige ihn drei Tage zuvor an die Polizei überstellt hatten. Er war über acht Monate lang ohne Anklage oder Gerichtsverfahren und ohne rechtliche Grundlage illegal in der Armeekaserne Chisapani in der Nähe von Nepalgunj im Bezirk Banke festgehalten worden. An seine Freilassung ist die Auflage gebunden, sich einmal wöchentlich im Büro des Bezirksvorstehers von Nepalgunj zu melden. Tikajung Singh war am 29. Mai 2002 in seiner Kanzlei im Rechtshilfezentrum (Kanuni Upachaar Kendra) in Nepalgunj im Bezirk Banke von Armeeangehörigen festgenommen worden. Der Grund für seine Festnahme war offenbar der Verdacht der Behörden, er habe Kontakte zur bewaffneten Oppositionsgruppe "Kommunistische Partei Nepals" (Communist Party of Nepal-Maoist - CPN-Maoist). Als Rechtsanwalt hat Tikajung Singh Personen vertreten, die verdächtigt wurden, Mitglieder oder Anhänger der CPN-Maoist zu sein.
amnesty.at
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
[ urgent actions ] | Frauenmorde in Mexiko
|
|