 |
|
 |
 |
 |
 |
Good News: 30.05.03
|
|
|
urgent action & young amnesty coordinator
www.amnesty.at
Good News:
USA (Kentucky): Daniel Gordin (18 Jahre alt) UA Ex 26/03-1
Am 20. Mai empfahl eine Jury im US-Bundessstaat Kentucky Daniel Gordin wegen des Mordes an Ryan Harris zu 40 Jahren Gefängnis zu verurteilen. Der 18-jährige Schüler war im Januar 2002 erschossen worden. Nach einer etwa viereinhalb Stunden währenden Beratung befanden die Geschworenen Daniel Gordin des Totschlags und Raubes für schuldig. Da der Angeklagte nicht des Mordes für schuldig befunden wurde, war ein Todesurteil gegen ihn ausgeschlossen. Die Ankläger im Landkreis Jessamine hatten beabsichtigt, die Todesstrafe gegen Daniel Gordin zu fordern, wäre er des Mordes für schuldig befunden worden. Zum Tatzeitpunkt war Daniel Gordin 16 Jahre alt gewesen. Internationale Rechtsnormen verbieten eindeutig die Verhängung der Todesstrafe gegen Straftäter, die zur Tatzeit minderjährig waren. Das von den Geschworenen empfohlene Strafmaß ist das maximal mögliche Strafmaß für die beiden Tatbestände (20 Jahre Haft wegen Totschlags und 20 Jahre wegen Raubes), die nacheinander zu verbüßen sind. Daniel Gordin kann demnach frühestens 20 Jahre nach seiner Inhaftierung auf Bewährung freigelassen werden.
Argentinien: Gustavo Melmann (Vater der ermordeten Natalia Melmann), Laura Melmann (Mutter von Natalia Melmann), ihre vier weiteren Kinder und andere Verwandte sowie Freunde der Familie und Yesica Mariela Alvarengo, Zeugin, Carlota del Valle Soria, Zeugin, Haydee Susana Lima, Zeugin und weitere Zeugen und Justizangehörige, die an dem Gerichtsverfahren im Mordfall von Natalia Melmann beteiligt waren. UA 324/02-2
Gustavo Melmann, seine Verwandten und Freunde der Familie, sind drangsaliert und bedroht worden, nachdem drei Polizisten des Mordes an Gustavo Melmanns Tochter, Natalia Melmann, für schuldig befunden worden sind. Die Familie setzt sich weiterhin für eine lückenlose Aufklärung des Mordes ein, hat aber nach vorliegenden Informationen in jüngster Zeit keine neuen Morddrohungen erhalten. amnesty international wird den Fall weiterhin aufmerksam verfolgen. Weitere Appelle der Teilnehmer des Eilaktionsnetzes sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht erforderlich.
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
UA 122/03-1ai-Index: AFR 54/032/2003 | UA Rundbrief UA 165/03, UA 158/03
|
|